Olympia als Plattform für Proteste: Fackellauf mit Hindernissen

Olympia als Plattform für Proteste
Fackellauf mit Hindernissen

Die Regierung in Rom hat mit Empörung und Besorgnis darauf darauf reagiert, dass die olympischen Fackelläufer auf ihrem Weg durch Italien immer wieder von Demonstranten aufgehalten werden.

HB ROM. "Es ist eine Schande", sagte Mario Pescante, Olympia-Beauftragter der Regierung. "Der Weg der Fackel durch Italien wurde jetzt schon 32 Mal blockiert." Nun mache er sich Sorgen, dass auch die Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele in Turin am 10. Februar gestört werden könnte.

Wie die Zeitung "La Gazzetta dello Sport" am Donnerstag weiter berichtete, will Pescante, der bei der Vollversammlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) vor den Spielen gegen Thomas Bach für das Amt des IOC-Vizepräsidenten kandidiert, jetzt mit Spitzenpolitikern der Kommunisten das Problem erörtern. Die Fackelläufer werden zumeist von linksgerichteten Demonstranten gestört.

Diese protestieren dagegen, dass der US-Getränkemulti Coca Cola einer der Hauptsponsoren in Turin ist. Auch linksorientierte Stadtparlamente hatten in Turin und Rom zum Boykott des Olympia- Sponsors Coca Cola und der Spiele wegen angeblicher Menschenrechtsverletzungen des Konzerns aufgerufen. In der Olympia- Region Piemont nutzen lokale Gruppen die Spiele außerdem als Plattform für ihren Protest gegen den Bau einer Hochgeschwindigkeits- Bahnstrecke nach Frankreich.

Ärger bereitet auch nach wie vor auch die Frage, wer bei den Winterspielen für die Doping-Kontrollen zuständig ist. Das Nationale Olympische Komitee Italiens (CONI) hatte jüngst Berufung beim Verwaltungsgericht eingelegt. Die Regierung beharrt darauf, dass die staatliche Justiz auch bei den Winterspielen einschreiten kann. Das schreibe das italienische Gesetz vor. Dagegen ist nach IOC-Meinung die Anti-Doping-Fahndung in Turin ausschließlich Sache des Sports.

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