Olympia Doping
IOC-Vize Bach kritisiert Danckert-Forderung

IOC-Vizepräsident Thomas Bach hat die Forderung des Sportausschuss-Vorsitzenden Peter Danckert, China müsse Kontrolleure der Welt-Antidoping-Agentur Wada "unangemeldet" einreisen lassen, zurückgewiesen.

Die Kritik von IOC-Vizepräsident Thomas Bach am Sportausschuss-Vorsitzenden Peter Danckert richtet sich gegen dessen Forderung, China müsse Kontrolleure der Welt-Antidoping-Agentur Wada "unangemeldet" einreisen lassen. Bach verwies darauf, dass es einen derartigen Freibrief praktisch in keinem Land gebe: "Auch in die USA zum Beispiel kommt man nicht ohne Visum."

Entscheidend sei allein, ob die Wada-Kontrolleure sich frei bewegen könnten. Dies sei in China offensichtlich der Fall, wie der Wada-Vorsitzende Dick Pound bei seinem Besuch Ende September festgestellt habe. Der Kanadier hatte dabei in seinem Bericht den Gastgebern der nächsten Sommerspiele generell ein sehr gutes Zeugnis ausgestellt und von "ermutigenden Fortschritten" im Kampf gegen Doping gesprochen.

Für Bach steht die Notwendigkeit eines Visa-Antrages nicht im Widerspruch zu "unangemeldeten" Dopingtests: "Bei der Ankunft des Wada-Kontrolleurs weiß doch niemand, wen von den vielen hundert Athleten im Olympiakader er im Auge hat. Entscheidend ist nur, dass seine Beweglichkeit im Land nicht behindert wird." Dieses Kriterium werde in China nach derzeitigen Erkenntnissen erfüllt.

© SID

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