Olympia Dosb
Bühl: "Witt eine sehr gute Wahl"

Geschäftsführer Jürgen Bühl befürwortet die Aufstellung von Katarina Witt als alleinige Spitze der Münchner Bewerbung für die Olympischen Spiele 2018. "Eine sehr gute Wahl."

Trotz zahlreicher Forderungen nach Unterstützung für Katarina Witt im Kampf um Olympia 2018 sieht Geschäftsführer Jürgen Bühl die Münchner Bewerbung mit der zweifachen Olympiasiegerin an der Spitze gut aufgestellt: "Wir haben eine sehr gute Wahl getroffen. Katarina hat bisher alles gut gemacht und wird das auch in Zukunft tun. Sie lebt den Traum", sagte Bühl bei der Vorstellung eines neuen nationalen Ausstatters (pilot sport) in München. In der zweiten Phase der Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 gehe es der Bewerbungsgesellschaft nun darum, die Menschen emotional anzusprechen: "Dafür ist Katarina Witt genau die Richtige."

Witt sagte im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP, eine erfolgreiche Bewerbung wäre für sie persönlich ihre "dritte olympische Goldmedaille". Sie wisse genau, was für eine Herausforderung sie angenommen habe, wolle sich dieser aber stellen: "Man kann den Job nicht trainieren, er steckt voller Überraschungen. Aber ich ordne die Aufgaben Schritt für Schritt." Dass sie selbst an drei Olympischen Spielen teilgenommen habe, helfe ihr enorm: "Die Leute merken sofort, mit was für einer Leidenschaft ich dahinter stehe."

Bühl bezeichnet Witt nicht erst seit dem gesundheitsbedingten Rücktritt von Bewerbungschef Willy Bogner als ein Gesicht der Bewerbung. "Sie vertritt die Bewerbung von Beginn an international sehr gut, das wird sie weiterhin machen", sagte Bühl. Dennoch sei es an der Zeit, auch die knapp 100 Botschafter um Handball-Bundestrainer Heiner Brand und die siebenfache Paralympics-Siegerin Verena Bentele in dieser Phase der Bewerbung stärker einzubinden. "Wir werden sehen, wer größere und wer kleinere Rollen übernehmen wird, aber es wird sich auf jeden Fall was tun", sagte Bühl.

Damit gibt der 41-Jährige auch der Forderung von Witt statt. "Es ist mein Hauptanliegen, dass wir die Botschafter noch mehr einbinden", sagte die 44-Jährige der Münchner Abendzeitung. Außerdem sollen auch die noch zu überzeugenden Grundstückseigentümer in Garmisch-Partenkirchen mit prominenter Hilfe ins Boot geholt werden. "Wir brauchen bayerische Lichtgestalten, Leute aus den Orten selbst, die dort beliebt sind", sagte Witt. Frühere Wintersportler wie Markus Wasmeier, Rosi Mittermaier und Christian Neureuther sollen Überzeugungsarbeit leisten. Bühl gibt Witt Recht: "Wir nehmen den Rat gerne an."

Auch Witts Kritik, die Kommunikation in Garmisch-Partenkirchen sei nicht immer korrekt gewesen, kann Bühl nachvollziehen: "Ich gebe zu: Hätten wir das Wissen, das wir jetzt haben, schon am Anfang gehabt, hätten wir einiges anders gemacht." Witt hatte moniert, dass die anfängliche Einstellung "Wer soll schon was gegen Olympische Spiele haben?" falsch war. Sie glaubt die Bewerbung aber jetzt in Garmisch-Partenkirchen auf einem "guten Weg". Ratschläge holt sich Katarina Witt übrigens bei Sebastian Coe, dem OK-Chef der Londoner Sommerspiele 2012: "Es beeindruckt mich, was er tut. Ich kann viel von ihm lernen, und ich frage ihn auch immer gerne nach seiner Meinung."

Bühl sieht derweil die Gespräche vor allem in Garmisch "Stück für Stück" voranschreiten. Ein konkretes Datum konnte der Geschäftsführer der Bewerbungsgesellschaft zwar noch nicht nennen, er ist aber zuversichtlich, dass bis zur endgültigen Abgabe des Bewerbungskonzeptes am 11. Januar 2011 "sowohl die Sportstätten als auch das olympische Dorf in Garmisch geplant sein werden".

© SID

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