Olympia Dosb
Dosb sichert sich gegen "Dopingärzte" ab

Um weitere Skandale zu vermeiden, geht der Deutsche Olympische Sportbund (Dosb) vor Olympia in Peking auf Nummer sicher: Alle Ärzte müssen eine Erklärung abgeben, nie in Dopingvorgänge verwickelt gewesen zu sein.

Das Doping-Geständnis des Freiburger Olympiaarztes Georg Huber am Wochenende hat nun auch den Deutschen Olympischen Sportbund (Dosb) zu einer umgehenden Maßnahme veranlasst: Der Dachverband wird von allen Ärzten und Physiotherapeuten seines Peking-Teams eine "strafbewehrte" Erklärung verlangen, nie in Dopingvorgänge verwickelt gewesen zu sein. Falschaussagen würden Geldstrafen und arbeitsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

Der Sportmedizin der Freiburger Uniklinik wurde darüber hinaus die Anerkennung als medizinisches Versorgungszentrum des deutschen Sports entzogen. Die Dosb-Führung will außerdem mit den geständigen Radprofis der Teams Telekom und T-Mobile Kontakt aufnehmen und sie in den Antidopingkampf einbinden.

Athleten, denen zwischen 2004 und 2008 ein Dopingvergehen nachgewiesen wird, werden nicht für Peking nominiert. Für die geständigen Freiburger Doping-Ärzte Huber, Lothar Heinrich und Andreas Schmid gibt es keinen Weg zurück in den deutschen Sport.

© SID

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