Olympia Dosb
Luftfeuchtigkeit stellt Athleten auf die Probe

Die hohe Luftfeuchtigkeit in Peking erschwert die Bedingungen für die Athleten zunehmend. Große Sorgen macht sich der deutsche Teamarzt Prof. Wilfried Kindermann aber nicht.

Die Sommerspiele in Peking werden wahrscheinlich als das Olympia mit der höchsten Luftfeuchtigkeit in die Geschichte eingehen. "Es ist ähnlich heiß wie bei den Spielen 1984 in Los Angeles, 1996 in Atlanta oder 2004 in Athen. Aber die hinzukommende extreme Luftfeuchtigkeit schafft die schwierigsten Bedingungen, die man Athleten zumuten kann", erklärte Prof. Wilfried Kindermann als Leitender Mediziner des deutschen Teams am Eröffnungstag in Peking.

Aus Sicht von Kindermann, von 1990 bis 2000 Chefmediziner des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), scheint die Luftverschmutzung bisher nicht das entscheidende Problem zu sein. Er sehe den dichten grauen Himmel auch weniger als Smog, eher als Dunst, was angesichts der Hitze und Luftfeuchtigkeit ganz normal sei.

"Es gibt auch kaum Atembeschwerden"

"Es gibt auch kaum Sportler, die unter Atembeschwerden leiden. Selbst Athleten mit Asthma haben hier keine besonderen Probleme", sagt der 67 Jahre alte Leiter des Institutes für Sport- und Präventivmedizin an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken.

Im 435-köpfigen Team des Deutschen Olympischen Sportbundes (Dosb) gibt es laut Kindermann etwa acht Prozent bzw. etwa 35 Athleten mit einem Asthma-Problem. "Sie mussten ihren Antrag ausnahmslos neu einreichen bei der Medizinischen Kommission des Internationalen Olympischen Komitees", sagt der Facharzt für Kardiologie, Innere Medizin und Sportmedizin.

Asthma-Präparate haben keinen leistungssteigernden Effek

Laut Kindermann ist es auch völlig normal, dass unter den Athleten, die mit der Ausnahmegenehmigung des IOC spezielle Asthmamittel nehmen dürfen, viele Schwimmer sind. Dies liege daran, dass sie viel Chlorgas einatmen und ein empfindliches Bronchialsystem damit Probleme habe.

Nach den Worten des Olympia-Chefarztes haben Asthma-Präparate gegenüber früherer Annahme keinen leistungssteigernden Effekt, es sei denn diese würden in deutlich stärkerer Konzentration in Tablettenform eingenommen. Hierüber habe er selbst geforscht.

© SID

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