Olympia Dosb
München 2018: Umweltkonzept steht im Zentrum

Ein umfangreiches Ökoprofil soll wesentlicher Bestandteil der Bewerbung Münchens für die Olympischen Winterspiele im Jahr 2018 sein. Dies gab Dosb-Generaldirektor Vesper bekannt.

Das Geld fließt nicht wie gewünscht, immerhin sprudeln bei der Bewerbungsgesellschaft für die Olympischen Spiele 2018 in Münchnen die Ideen. Bereits eine Woche vor dem offiziellen Beginn der Bewerbungsphase legten die Verantwortlichen am Freitag die "grüne Karte" als einen ersten Trumpf ihrer Kandidatur auf den Tisch. Das umfangreiche Umweltkonzept "ist ein Herzstück unseres Profils", sagte Dosb-Generaldirektor Michael Vesper und betonte: "Umweltschutz ist für das IOC alles andere als Gedöns."

Wenig vorteilhaft für die Bewerbung ist allerdings der gerade bekannt gewordene finanzielle Engpass der "München 2018 Gmbh". Die Gesellschafter wie der Freistaat Bayern und die Stadt München müssen 2,7 Mill. Euro an "Überbrückungshilfen" bereitstellen, damit die Bewerbung nach dem Ausbleiben eingeplanter Sponsorengelder nicht ins Stocken gerät. Geschäftsführer Richard Adam versicherte allerdings: "Das ist nichts, was die Welt aus den Angeln hebt oder die Bewerbung schwächt. Die Finanzierung läuft so planmäßig wie bisher."

Spiele sollen ein grünes Erbe hinterlassen

Positiv darstellen will sich die Münchner Bewerbung vor allem mit ihrem Umweltkonzept. Dosb-Generaldirektor Vesper, zugleich der Vorsitzende des "München 2018"-Aufsichtsrates, bezeichnete es als "überzeugenden Ansatz", damit Olympische Spiele in München sowie in den eingebundenen Regionen Garmisch-Partenkirchen (Skisport alpin und nordisch, Biathlon) und Berchtesgadener Land (Königssee mit Bob, Rodel Skeleton) auch ein grünes Erbe hinterlassen: "Wir wollen eine optimale Bewerbung, und da gehört die Ökologie dazu."

Mit ihrem Konzept wollen die Münchner in Sachen Ökologie und Nachhaltigkeit "höchstes Niveau erreichen", sagte Projektleiter Boris Schwarz. Geplant sind unter anderem "Plusenergie-Häuser" für die Gebäude im Athleten-Dorf; Fahrzeuge des Organisationskomitees für Sportler, die IOC-Familie und Medien sollen ausschließlich mit alternativen Energien angetrieben werden; 50 Prozent der Zuschauer sollen mit öffentlichen Transportmitteln befördert werden. "Ziel sind die ersten klimaneutralen Spiele", sagte Vesper.

Wettbewerbe unter optimalen Bedingungen

Das von der Deutschen Sporthochschule in Köln ausgearbeitete Umweltkonzept sei in seiner Gesamtheit ein "Alleinstellungsmerkmal" für die Bewerbung und werde ein "grünes Erbe" schaffen, sagte der zuständige Professor Ralf Roth. Er gab zu bedenken, dass Olympia "keine Naturschutzveranstaltung" sei, es gehe vor allem darum, die Wettbewerbe unter optimalen Bedingungen auszutragen. München aber wolle dies immer mit dem Blick auf den "Schutz des Klimas" und der "natürlichen Lebensgrundlagen" erreichen.

Allzu viel will das Internationale Olympischen Komitee (IOC) von den Münchner Plänen zunächst aber nicht wissen. In einem ersten Bewerbungsbuch (Mini Bid Book), in dem die Bewerber bis zum 15. März 25 Fragen beantworten müssen, könne das Öko-Konzept erst mal nur auf einer Seite vorgstellt werden, sagte Projektleiter Schwarz.

© SID

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