Olympia Dosb
"München plus zwei" stößt auf Zuspruch

Das Kompakt-Konzept "München plus zwei" für die Austragung der olympischen Winterspiele ist am Montag in Frankfurt von einem Olympia-Gipfel positiv aufgenommen worden. Die Spiele 2018 werden 2011 durch das IOC vergeben.

Das Konzept "München plus zwei" für die Bewerbung um die Winterspiele 2018 ist am Montag in Frankfurt von einem hochkarätigen Olympia-Gipfel aus Politik und Sport begrüßt worden.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble sprach von einer "herausragenden Chance", die gemeinsamer Anstrengung bedürfe, "um das Bild Deutschlands als weltoffenes und modernes Land zu festigen", der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (Dosb), Thomas Bach, von einem "wichtigen Signal". Die Planung entspreche internationalen Anforderungen.

Es sieht neben der bayerischen Landeshauptstadt (Eissport) nur Garmisch-Partenkirchen (Ski) und Königssee (Bob-Rodeln) als Wettkampfstätten vor. "Für eine konkurrenzfähige Bewerbung ist ein kompaktes Konzept unbedingt erforderlich", sagte Münchens Oberbürgermeister Christian Ude.

Für den Freistaat nahm Sportminister Siegfried Schneider an dem Treffen teil, Ski-Präsident Alfons Hörmann vertrat die deutschen Wintersportverbände. Bis zuletzt hatte es Bestrebungen von Kommunal- und Landespolitikern gegeben, auch Inzell, Oberstdorf und Ruhpolding einzubeziehen.

Entscheidung erst 2011

Die Bewerbung muss am 8. Dezember in Hamburg von der Dosb-Mitgliederversammlung bestätigt werden. Die Spiele 2018 werden 2011 durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) vergeben. Deutschland war bisher nur 1936 Schauplatz von Winterspielen. München, Gastgeber der Sommerspiele 1972, wäre die erste Stadt, die Olympia im Sommer und Winter ausrichten würde.

Die Bewerbungskampagne soll rund 30 Mill. Euro kosten und weitgehend über die Wirtschaft finanziert werden. Bei einem Zuschlag wären Mrd.-Investitionen in Infrastruktur und Wettkampfstätten notwendig. Die grundsätzliche Bereitschaft dazu wurde von Bund und Bayern beim Gipfeltreffen erklärt.

In München sollen eine neue Eissport-Arena für 15 000 Zuschauer im Olympiapark sowie ein überdachtes Eisschnelllauf-Stadion entstehen, das später abgebaut und in Inzell neu errichtet werden kann. Zwischen der Metropole und dem 80km entfernten Garmisch ist der Ausbau des Verkehrsnetzes vorgesehen. Die Machbarkeitsstudie wurde vom Frankfurter Stadtplaner-Büro Speer erarbeitet.

© SID

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