Olympia IOC
Bahn frei für Chicagos Olympiabewerbung 2016

Freie Bahn für Chicagos Bewerbung um die Sommerspiele 2016: Das IOC um Präsident Jacques Rogge hat seinen Streit mit dem Nationalen Olympischen Komitee der USA beigelegt.

Bahn frei für Chicagos Olympiabewerbung: Rechtzeitig zum Start des Kandidaten-TÜVs für die Sommerspiele 2016 hat das Internationale Olympische Komitee seinen Streit mit dem Nationalen Olympischen Komitee der USA (Usoc) um dessen Bevorteilung bei der Verteilung der Mrd.-Einnahmen aus den Olympischen Spielen beigelegt. Die Gefahr für Chicagos Ambitionen ist gebannt, die IOC-Evaluierungskommission kann "Windy City" ab 4. April unvoreingenommen unter die Lupe nehmen.

Das Usoc wird sich zukünftig an den Kosten der Olympischen Spiele beteiligen, die bisher zu je einem Drittel vom IOC, den internationalen Sportverbänden und den restlichen 204 Noks getragen werden. "In welcher Höhe, müssen wir noch besprechen", erklärte IOC-Präsident Jacques Rogge auf der Abschluss-Pressekonferenz der IOC-Tagungen in Denver. Außerdem soll in vier Jahren der Anteil neu verhandelt werden, den das Usoc ab 2021 aus den IOC-Einnahmen erhält. "Das ist der Beginn einer neuen Ära", meinte Usoc-Vize Bob Ctvrtlik.

Bach: "Entscheidende Weichenstellung"

Von einer "entscheidenden Weichenstellung" sprach auch IOC-Vize Thomas Bach: "Die neue Usoc-Führung hat verstanden, dass sie sich weltweit isolieren würde, wenn sie ihre Haltung beibehält. " Anfang der Woche war der seit Jahren schwelende Streit eskaliert, als die Vereinigung der Internationalen Olympischen Sommersportverbände (Asoif) die sofortige Kündigung des 1988 geschlossenen und 1996 modifizierten Vertrag verlangte.

Dieser garantiert dem Usoc 12,75 Prozent der TV-Gelder des IOC aus den USA und 20 Prozent der Sponsorengelder aus dem internationalen Top-Programm. Für die Winterspiele 2006 in Turin und die Sommerspiele 2008 in Peking kassierte das Usoc so rund 364 Mill. Dollar (191 Mill. TV plus 173 Mill. Sponsorengelder). Das entspricht ungefähr der Summe, die alle anderen Noks gemeinsam erhielten. Für die Periode 2010 bis 2012 werden mindestens 450 Mill. Dollar erwartet.

Ohne ein Einlenken des US-NOK wären Chicagos Chancen, sich am 2. Oktober in Kopenhagen bei der Wahl des Olympia-Gastgebers 2016 gegen Madrid, Tokio und Rio de Janeiro durchzusetzen, auf ein Minimum gesunken.

Das Umdenken im US-NOK ist Ergebnis einer Gesprächsrunde mit IOC-Chef Rogge. Für den Belgier, der im Herbst für eine zweite Amtszeit kandidiert, war die Tagungswoche nicht nur deshalb ein voller Erfolg. "Wir sind sehr konstruktiv gewesen", bilanzierte der oberste Herr der Ringe und freute sich über ein Anwachsen der IOC-Rücklagen auf 405 Mill. Dollar.

Rogge bedauert beschlossene Abschaffung des Fackellaufes

Rogge bedauerte dagegen die beschlossene Abschaffung des internationalen Teils des Fackellaufes, bezeichnete dies aber als notwendigen Schritt. "Die mediale Aufmerksamkeit, die die Flamme auf sich zieht, wurde von anderen missbraucht."

Volle Rückendeckung erhielt er innerhalb der Exekutive für seinen Plan, das IOC zu einem dauerhaften Beobachter bei den Vereinten Nationen zu machen. "Wir waren der einhelligen Meinung, dass dieses Thema weiterverfolgt werden sollte", sagte Bach. Eine Entscheidung darüber trifft die UN-Vollversammlung voraussichtlich im September.

Bach als Chef der juristischen Kommission setzte sich mit seinem Vorschlag durch, den Kampf gegen Hintermänner des Dopings zu stärken. Trainer, Manager und Ärzte, die mit enttarnten Dopern zusammengearbeitet haben, sollen auf einen Index kommen. "Wir wollen feststellen, wo es Überschneidungen und Brennpunkte gibt", erklärte Bach.

© SID

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