Olympia IOC
Fackellauf bleibt trotz Veränderungen unberührt

IOC-Präsident Jacques Rogge hat sich nach den vielen Protesten und Unruhen dafür ausgesprochen, den Fackellauf auch in Zukunft fortzusetzen. Dennoch kündigte er Reformen an.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will auch in Zukunft am olympischen Fackellauf festhalten. Das erklärte IOC-Präsident Jacques Rogge am Dienstag mit Blick auf die Schwierigkeiten im Vorfeld der Sommerspiele in Peking. Vor allem in London, Paris und Los Angeles glich die Tour des Feuers einem Spießrutenlauf, als sie von massiven Protestaktionen begleitet wurde.

Zuvor hatte China Demonstrationen in der autonomen Region Tibet gewaltsam niedergeschlagen. Kritiker warfen den Olympia-Gastgebern zudem vor, sie würden die Flamme als staatliches Hoheitszeichen missbrauchen.

Veränderungen müssen her

Rogge räumte ein, dass Veränderungen her müssten, um Probleme dieser Art zukünftig zu vermeiden: "Die Fackel zieht die Medien an, die Aufmerksamkeit der Medien zieht die Protestler an." Die IOC-Exekutive werde sich nach den Spielen mit dem Thema befassen. Eine Streichung des internationalen Teils zukünftiger Touren lehnte der Belgier aber ab: "Zu glauben, dadurch wären alle Probleme gelöst, ist falsch."

Sein Vize Thomas Bach hatte schon im April kritisiert: "Die Fackel ist weg vom olympischen Symbol, das sie eigentlich sein sollte." Sie sei zum "staatlichen Hoheitszeichen des Gastgeberlandes" verkommen. China trug sie auf der Auslandstour über alle fünf Kontinente und durch 19 Länder. Zudem wurde eine Tochterflamme auf den Mount Everest gebracht. Erstmals gab es 1936 im Vorfeld von Olympia in Berlin einen Fackellauf.

© SID

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