Olympia IOC
IOC-Lob lässt Salzburg auf Olympia hoffen

Das wohlwollende Lob der Evaluierungskommission des IOC für die Bewerbung Salzburgs um die Ausrichtung der olympischen Spiele 2014 hat die Hoffnungen der Österreicher weiter angefacht.

Österreich kann sich berechtigte Hoffnungen auf die Ausrichtung der olympischen Winterspiele 2014 machen. Die Evaluierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) hat sich nach vier Tagen mit viel Lob aus Salzburg verabschiedet und damit den Hoffnungen auf den Erhalt der Winterspiele 2014 weiteren Auftrieb gegeben. In diesem Fall würden Bob, Rodeln und Skeleton im bayerischen Königssee stattfinden.

"Wir haben volles Vertrauen, dass hier wunderbare Spiele stattfinden würden", sagte IOC-Vizepräsident Chiharu Igaya, der die 13-köpfige Delegation anführte und würdigte die starke Unterstützung der Regierung für die Bewerbung. Der Japaner pries die "reiche Wintersport-Kultur" Austrias und seine große Erfahrung bei der Ausrichtung von Topveranstaltungen.

Unterbringung der Zuschauer als größtes Problem

Als einzige kleine Einschränkung nannte Igaya das Problem, die zu erwartenden Zuschauermassen in der Nähe der Wettkampfstätten unterzubringen: "Aber das ist eher eine Herausforderung denn ein Schwachpunkt der Bewerbung."

Abzuwarten bleibt, ob es sich beim Vorab-Zeugnis vor allem um japanische Höflichkeit handelte oder um Bestätigung der Salzburger Favoritenposition. Denn auch die Konkurrenten Pyeongchang (Südkorea) und Sotschi (Russland) waren von den Prüfern mit wohlwollenden Worten bedacht worden. Einen Monat vor der Entscheidung durch die 119. IOC-Session am 4. Juli in Guatemala City wird der "technische Bericht" der Kommission veröffentlicht.

Für Österreich wären es die dritten Winterspiele nach Innsbruck 1964 und 1976. Salzburg war wie Pyeongchang im ersten Anlauf für 2010 an Vancouver gescheitert. Sollten sich die großen Hoffnungen erneut nicht erfüllen, gilt eine Bewerbung Münchens für 2018 - mit Königssee - als wahrscheinlich.

Doch daran mag in der Alpenrepublik keiner glauben. Auch Bundespräsident Heinz Fischer und Bundeskanzler Alfred Gusenbauer zeigten sich nach der Inspektion zuversichtlich: "Wenn die Spiele in Österreich stattfinden sollten, können wir - besonders in Salzburg - eine großartige Atmosphäre und perfekte Organisation von Leuten erwarten, die seit Jahrzehnten für den Wintersport leben", sagte Fischer bei der Pressekonferenz in Richtung der Besucher: "Es macht mich sehr glücklich, sie alle hier getroffen zu haben. Ich hoffe, dass sie unsere Gastfreundlichkeit genossen haben."

Gusenbauer unterstreicht unkäufliche Qualitäten Österreichs

Gusenbauer unterstrich: "Österreich lebt Wintersport. Wir haben für das größte Wintersportereignis der Welt wunderbare Bedingungen und leben in einem der sichersten Länder des Planeten. Das sind alles Qualitäten, die man mit Geld nicht kaufen kann."

Das war durchaus als Seitenhieb auf die finanzstarken Bewerbungen der Kontrahenten zu verstehen, während Salzburgs Etat mit 920 Mill. Euro den bescheidensten Umfang ausweist. Das liegt auch daran, dass bereits acht von elf geplanten olympischen Wettkampfstätten zur Verfügung stehen, während Pyeongchang und Sotschi noch vieles erst in Planung ist.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%