Olympia IOC: IOC nimmt Fall Walter Mayer wieder auf

Olympia IOC
IOC nimmt Fall Walter Mayer wieder auf

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) nimmt seine Arbeit im Fall Walter Mayer wieder auf. Der Österreicher war bei Olympia 2002 im Rahmen der "Blutbeutel-Affäre" negativ aufgefallen.

Der Fall Walter Mayer ist wieder auf die Agenda des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) gerückt. Fast ein Jahr nach der Doping-Razzia am 18. Februar 2006 in einem Ausweichquartier der österreichischen Mannschaft bei den Winterspielen von Turin kündigte die IOC-Disziplinarkommission unter dem Tauberbischofsheimer Thomas Bach den Beginn von Anhörungen für Mitte April an.

Wer vor dem Gremium erscheinen muss, wurde nicht mitgeteilt. Während des laufenden Verfahrens werde es keine Stellungnahmen geben, sagte der IOC-Vize. Es ist aber davon auszugehen, dass neben Athleten auch Betreuer und Funktionäre geladen werden.

Erst vor einem Monat war der Bericht der italienischen Behörden über den Stand der Ermittlungen beim IOC eingegangen. Der Schweizer Denis Oswald, der mit dem Ukrainer Sergej Bubka der Bach-Kommission angehört, hatte die Dokumente als "sehr informativ" bezeichnet.

Klage wegen "Rufmordes" zurückgezogen

Erst am Donnerstag hatte der ehemalige Ski-Cheftrainer Mayer seine Klage wegen "Rufmordes" gegen IOC-Präsident Jacques Rogge und Wada-Chef Dick Pound vor einem Wiener Gericht zurückgezogen.

Dies hatte für große Erleichterung in Salzburg gesorgt, wo man durch einen Prozess seine Chancen für die Winterspiele 2014 beeinträchtigt sah, über die am 4. Juli entschieden wird. Entscheidender wird aber sein, inwieweit Spitzenvertreter des Nationalen Olympischen Komitees (ÖOK) oder von Fachverbänden in die Vorfälle verwickelt waren.

Der seit der "Blutbeutel-Affäre" in Salt Lake City 2002 durch das IOC von Olympischen Spielen ausgeschlossene Mayer hatte sich in Turin nach österreichischer Darstellung nur als Privatmann aufgehalten. Im Ausweichquartier hatte die Polizei angeblich Hilfsmittel für verbotene Doping-Methoden entdeckt. Die anschließend entnommenen Proben von zehn Biathleten und Langläufern waren jedoch allesamt negativ.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%