Olympia IOC
IOC will internationale Fackelläufe überdenken

Der internationale Teil des olympischen Fackellaufes soll laut Jacques Rogge überdacht werden. "Wir sind ja nicht blind oder naiv", sagte der IOC-Präsident am Donnerstag.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) will den internationalen Teil der Fackelläufe vor Olympischen Spielen auf den Prüfstand stellen. Wie IOC-Präsident Jacques Rogge bei der IOC-Exekutive in Athen mitteilte, werde man sich überlegen, was in Zukunft zu tun sei. "Wir sind ja nicht blind oder naiv", so Rogge. An der Fackel als "großartiges Symbol" wolle er aber auf jeden Fall festhalten.

Auf dem längsten Fackellauf der Geschichte vor den Spielen in Peking (8. bis 24. August) hatte es seit April weltweit zum Teil gewalttätige Proteste gegen Chinas Politik gegeben. Seither gab es etliche Vorschläge, die Flamme nur noch durch das Gastgeberland zu führen.

Kampf gegen Wettmanipulationen

Dort sollen nach dem Willen des IOC Wettmanipulationen keine Chance haben. Am Rande der Exekutiv-Sitzung wurde ein Abkommen mit angesehenen Wettanbietern und der Internationalen Kriminalpolizei Interpol geschlossen. Eine spezielle Einheit soll auffälliges Wettverhalten bei den Spiele aufspüren und untersuchen.

"Es ist ganz klar, dass wir dazu die Zusammenarbeit mit den großen und angesehenen Firmen brauchen. Wir sind von ihren Angaben abhängig", sagte IOC-Präsident Jacques Rogge. Sollte es Auffälligkeiten geben, werde sich eine Disziplinarkommission der Sache annehmen, eventuelle Verdächtige verhören und dem IOC Bericht erstatten.

Auf dem Weg nach Tibet

Die Fackel ist unterdessen weiter auf ihrer viel umjubelten Tour innerhalb Chinas, unterbrochen nur von der Staatstrauer nach dem verheerenden Erdbeben. Mitte Juni soll die Flamme auch in Tibet Station machen. Rogge verteidigte die umstrittene Routenführung. "Die Chinesen haben den Wunsch, die Flamme durch all ihre Provinzen und Regionen zu tragen. Tibet ist ein Teil von China und eine Region von China, und so ist es normal, dass der Lauf durch Tibet führt", sagte der Belgier.

© SID

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