Olympia IOC
Irakisches Olympia-Team darf nach Peking

Der Irak darf doch zu den Olympischen Spielen. Das IOC hob den Ausschluss des Landes am Dienstag wieder auf. Damit starten in Peking Sportler aus allen 205 IOC-Mitgliedsländern.

Der Irak darf nun doch an den Olympischen Sommerspielen in Peking (8. bis 24. August) teilnehmen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hob am Dienstag den Ausschluss vom 24. Juli wieder auf. Damit sind alle 205 dem IOC angehörenden Länder am Start. "Wir freuen uns, dass auch die Fahne des Irak bei den Spielen wehen wird", sagte IOC-Präsident Jacques Rogge.

Den Durchbruch hatte eine Initiative des deutschen IOC-Vize Thomas Bach gebracht, der am letzten Freitag in Berlin mit dem irakischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki zusammengetroffen war. Dieser hatte danach seinen Regierungssprecher als persönlichen Beauftragten nach Lausanne entsandt. "Die Einigung ist positiv für beide Seiten, denn sie vermeidet die Isolierung des Irak und ermöglicht der ganzen Welt die Teilnahme an den Spielen", sagte Bach.

Vier Mann bilden das Team

Allerdings wird das vom Bürgerkrieg gebeutelte Land nur mit zwei Leichtathleten und zwei Ruderern im Doppelzweier an den Start gehen. Das IOC hatte den Irak ausgeschlossen, weil dessen Regierung die Auflösung des NOK angeordnet hatte. Als Hintergrund gelten Machtkämpfe der verschiedenen politischen und religiösen Gruppen. NOK-Präsident Ahmed al-Hadjiya wurde Mitte 2006 entführt und gilt noch immer als verschollen.

In Lausanne erklärte sich der Irak nun bereit, das NOK wieder anzuerkennen. "Freie Neuwahlen" der Führung sollen bis Ende November unter Aufsicht der Olympischen Komitees Asiens (OCA) erfolgen. Dafür erhalten fünf irakische Regierungsvertreter eine IOC-Akkreditierung als Beobachter bei den Spielen von Peking.

© SID

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