Olympia IOC
Radmann nutzt WM für Salzburgs Olympia-Bewerbung

Derzeit ist Fedor Radmann als Kulturbeauftragter des WM-OK unterwegs. Bei seiner Arbeit knüpft der Multifunktionär auch Kontakte für eine erfolgreiche Olympia-Bewerbung der Städte Salzburg und Berchtesgarden.

Fedor Radmann versucht alles, um die olympischen Winterspiele 2014 nach Salzburg zu holen. Wie man eine erfolgreiche Bewerbung aufstellt, konnte Radmann schon bei seiner Arbeit für das deutsche WM-Organisationskomitee lernen. Der Multifunktionär freut sich als Kulturbeauftragter des OK auch darüber, dass die Fußball-WM in Deutschland eine positive Stimmung erzeugt. Gleichzeitig nutzt er seine Kontakte für den Olympia-Kandidaten Salzburg. "Ich habe das Glück, hier das ein oder andere IOC-Mitglied zu treffen. Da versuche ich natürlich, das eine mit dem anderen zu verbinden."

In einer deutsch-österreichischen Städtepartnerschaft wollen Salzburg und Berchtesgaden (Bob, Rodeln, Skeleton am Königssee) den Zuschlag als Ausrichter der Winterspiele 2014 sichern. Als einer der drei Kandidaten neben Pyeongchang/Südkorea und Sotschi/Russland geht es in den Endspurt, der auf der 119. IOC-Session Anfang Juli 2007 in Guatemala City entschieden wird.

Radmann sieht als Bewerbungschef große Vorteile: "Salzburg hat den kompaktesten Plan für die Winterspiele der vergangenen drei Jahrzehnte geschnürt, und Salzburg lebt seit Jahrzehnten für den Wintersport."

Radmann: "Am Schreibtisch gewinne ich keine Stimmen"

Aus der erfolgreichen Bewerbung mit Franz Beckenbauer um die Fußball-WM weiß Radmann nur zu gut: "In Salzburg am Schreibtisch gewinne ich keine Stimmen. Die Mehrheit der IOC-Mitglieder muss überzeugt werden. Das kann ich nicht vom Büro aus machen. Also werde ich wieder verdammt viel unterwegs sein." Franz Beckenbauer unterstützt ihn dabei als Olympia-Botschafter.

Österreich war bislang mit Innsbruck 1964 und 1976 zweimal Gastgeber von Winterspielen, in Südkorea (Seoul 1988) und Russland (Moskau 1980) fanden bisher nur Sommerspiele statt. Pyeongchangs Aussichten werden durch den Sturz des einst mächtigen IOC-Vize Un Yong Kim deutlich geringer als für 2010 eingeschätzt; Sotschi dürfte schon durch die Nähe zu den Krisengebieten Tschetschenien und Kaukasus wenig Anhänger im IOC finden.

Bewerbungen müssen bis Anfang 2007 stehen

Die drei Finalisten müssen bis zum 10. Januar 2007 ihre Bewerbungsdossiers vorlegen; danach folgen zwischen Februar und April Inspektionen der IOC-Evaluierungskommission vor Ort bei den Kandidaten, der Abschlussbericht soll einen Monat vor der IOC-Session veröffentlicht werden.

© SID

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