Olympia IOC
Rio kündigt neue Olympia-Bewerbung an

Brasilien schickt aller Voraussicht nach Rio de Janeiro ins Rennen für Olympia 2016. "Nicht perfekt, aber sehr gut", seien die Vorraussetzungen, urteilt Sportminister Orlando Silva nach den Pan-Amerikanischen Spielen.

Bei der Bewerbung für die Olympischen Spiele 2012 war Rio de Janeiro wie Leipzig bereits in der IOC-Vorauswahl auf der Strecke geblieben. Jetzt aber, nach dem Abschluss der XV. Pan-Amerikanischen Spiele, hat Brasiliens Sportminister Orlando Silva eine erneute Olympia-Kandidatur der Stadt am Zuckerhut angekündigt: "Jetzt werden wir uns mit aller Macht darauf vorbereiten, erster südamerikanischer Gastgeber von Sommerspielen zu werden."

Nun scheinen die Voraussetzungen besser zu sein: "Nicht perfekt, aber sehr gut", lautet das Urteil von Mario Vasquez Rana, dem einflussreichen Vorsitzenden aller Nationalen Olympischen Komitees (Anoc). Für den Präsidenten der Dachorganisation der 42 Pan-Am-Teilnehmerverbände (Odepa) hat die Veranstaltung gezeigt, "dass wir hier in Südamerika sogar die Olympischen Spiele 2016 veranstalten können." Gleichzeitig mahnte der Mexikaner die Gastgeber, bis zu einer erfolgreichen Kandidatur sei es noch ein weiter Weg.

Softball-Finale fiel ins Wasser

Immerhin konnten die Brasilianer punkten, auch dank eines begeisterungsfähigen Publikums, das allerdings manchmal Fairness vermissen ließ. Doch die vielfach befürchteten Sicherheits- und Transportprobleme blieben aus.

Kritik wurde nur am Rande laut. Das Softball-Finale der Frauen fiel ins Wasser, weil sich die Anlage nach mehreren Regenfällen ohne Drainage in eine Schlammwüste verwandelt hatte. Das Tennisfinale der Männer musste Überschwemmung des Sandplatzes in eine Halle verlegt werden.

Dass Staat, Bundesland und Kommune am Ende mit umgerechnet 1,38 Mrd. Euro weit mehr auslegen mussten als ursprünglich vorgesehen, begründete der Sportminister mit Mängeln in der Planung.

Immerhin zahlte sich das in heimische Athleten investierte Geld aus. Mit 54 Goldmedaillen, 25 mehr als bei den Spielen vor vier Jahren, belegte Brasilien in der Nationenwertung Platz drei hinter den USA (97) und Kuba (59). Dopingsünder mussten während der 18 Wettkampftage nicht vermeldet werden, Weltrekorde aber auch nicht.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%