Olympia IOC
Rogge sagt Doping und Fettsucht den Kampf an

IOC-Präsident Jacques Rogge will den Kampf gegen Doping fortsetzen und die Fettleibigkeit junger Menschen bekämpfen. Das erklärte der Belgier am Donnerstag in Brüssel.

Jacques Rogge will den Kampf gegen Doping im Sport mit gleicher Entschlossenheit weiterführen und die Fettleibigkeit junger Menschen beseitigen helfen. Diese beiden Punkte nannte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) eine Woche nach seiner Ankündigung, bei der 121. IOC-Session im Oktober 2009 in Kopenhagen für eine weitere Amtszeit kandidieren zu wollen. Dabei hat er wahrscheinlich keinen Gegenkandidaten.

Finanzielle Rücklagen "unerschütterbar"

Zugleich drückte der 66 Jahre alte Belgier die Hoffnung aus, dass angesichts der weltweiten Finanzkrise jetzt nicht nationale, regionale oder lokale Geldgeber ihre Unterstützung für den Sport einschränken. Zu den Finanzen des IOC, das nach aktuellem Stand 354 Mill. Dollar Rücklagen gebildet hat, meinte der Präsident, diese seien "unerschütterbar."

Rogge erklärte bezüglich des Anti-Doping-Kampfes, wenn das IOC-Programm in Peking 4 770 Tests beinhaltet habe, so werde es 2012 bei den Sommerspielen in London die Rekordzahl von 5 500 geben. "Mein Hauptziel ist der Kampf gegen Doping. Ich werde ihn mit gleichbleibender Entschlossenheit führen", meinte Rogge.

Zweite Priorität hätte der Kampf gegen die Fettsucht bei Kindern. "Wir hätten gern eine Initiative, der sich alle nationalen Olympischen Komitees und internationalen Verbände anschließen", meinte der ehemalige Orthopäde.

Laut Welt-Gesundheits-Organisation WHO sind rund 400 Millionen Menschen von Fettleibigkeit betroffen, davon 20 Millionen Kinder unter fünf Jahren. Folgen seien vor allem Diabetes und Herzerkrankungen.

Viele Teilerfolge

Bei seiner Wahl 2001 war der Flame mit dem Ziel angetreten, angesichts des Bestechungsskandals bei der Vergabe der Winterspiele 2002 in Salt Lake City für mehr Glaubwürdigkeit des IOC zu sorgen, die Einheit und Unabhängigkeit der olympischen Bewegung zu wahren, den Gigantismus der Spiele stoppen und unter anderem die Zahl der Athleten im Sommer auf 10 000 zu reduzieren. Außerdem wollte er den Sport menschlicher machen und den Kampf gegen Korruption und Doping verstärken. In etlichen Punkten erzielte Rogge nur Teilerfolge.

© SID

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