Olympia IOC
Skispringerinnen hängen weiter in der Luft

Das IOC hat sich grundsätzlich für die Aufnahme von sieben Disziplinen in den Zeitplan der Winterspiele 2014 ausgesprochen. Allerdings wurde die Entscheidung vorerst vertagt.

Auf dem Weg ins olympische Programm hängen die Skispringerinnen weiter in der Luft. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) sprach sich zwar grundsätzlich für die Aufnahme von sieben Disziplinen in den Zeitplan der Winterspiele 2014 in Sotschi aus, vertagte die Entscheidung aber zunächst auf 2011. Die IOC-Exekutive teilte nach ihrer Sitzung im mexikanischen Acapulco außerdem mit, dass man die endgültige Entscheidung IOC-Präsident Jacques Rogge übertragen habe.

Im kommenden Jahr müssen sich die Olympia-Kandidaten bei ihren Weltmeisterschaften noch einmal präsentieren. "Wir haben alle auf ihre Fortschritte seit der ersten Anfrage überprüft. Das Frauen-Skispringen beispielsweise hat sich mehr und mehr als praktikabel erwiesen", sagte IOC-Generaldirektor Gilbert Felli. Alle Sportarten, die den olympischen Zuschlag erhalten, werden automatisch ins Programm der Winterspiele 2014 integriert.

Bei den anderen Kandidaten handelt es sich um Ski-Halfpipe (Männer und Frauen), Slopestyle für Ski und Snowboard (Männer und Frauen), eine Mixed-Staffel im Biathlon sowie Team-Wettbewerbe für die Rodler und Eiskunstläufer. Abgelehnt wurde dagegen der Team-Wettbewerb der Alpinen.

Die Skispringerinnen tragen ihre zweiten Weltmeisterschaften im Februar in Oslo aus. Es ist die letzte männliche Bastion im olympischen Programm, nachdem das Frauen-Boxen für London 2012 zugelassen worden war.

Zuletzt hatten die Skispringerinnen vor den Winterspielen im Februar dieses Jahres in Vancouver versucht, sich juristisch ins Programm zu hieven. Doch nach wochenlangem Bemühen war ihr Berufungsantrag vor dem Obersten Gerichtshof von Kanada abgelehnt worden. Das IOC hatte argumentiert, dass es weltweit nicht genügend Sportlerinnen gebe, die die Sportart ausüben.

Die erneute Vertagung der Entscheidung werteten die Sportlerinnen nun aber als Erfolg. "Wir betrachten es als kleinen Sieg und sind sehr froh über die aktuelle Entwicklung", sagte Deedee Corradini, die Präsidentin des US-Verbandes der Skispringerinnen: "Vor allem die Tatsache, dass es am Ende Jacques Rogge ist, der die Entscheidung trifft, stimmt uns sehr zuversichtlich." Weltmeisterin Lindsay Van (USA) gab sich ein wenig zurückhaltender: "Es ist doch nur eine weitere Verzögerung. Positiv ist meiner Meinung nach allein die Tatsache, dass es kein Nein gab."

© SID

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