Olympia NOK: Deutsche Olympioniken auf dem Weg nach Turin

Olympia NOK
Deutsche Olympioniken auf dem Weg nach Turin

Der erste große Tross der deutschen Sportler wird am Sonntag in Turin erwartet. Das Nationale Olympische Komitee (NOK), dessen Team aus 161 Athleten besteht, rechnet mit 3,7 Mill. Euro Gesamtkosten.

Der deutsche Olympia-Zug kommt langsam ins Rollen. Am Samstag werden als erste deutsche Sportler standesgemäß drei Olympiasieger im Olympischen Dorf erwartet: Die Eisschnelllauf-Stars Anni Friesinger und Claudia Pechstein schweben per Flugzeug in Turin ein; Georg Hackl steuert mit seinen Rodler-Kollegen David Möller (Schalkau) und Jan Eichhorn (Oberhof) Sestriere im Minibus an. Am Sonntag wird dann der erste große Tross von insgesamt 35 Athleten erwartet.

Insgesamt 161 deutsche Olympioniken

Nach dem Ausfall von Skirennläuferin Anja Blieninger (Altenau) zählt das Team des Nationalen Olympischen Komitees (NOK) für Deutschland nur noch 161 Köpfe. Die 24-Jährige war am Freitagmorgen vor dem Weltcup-Riesenslalom in Ofterschwang beim Einfahren gestürzt, dabei erlitt sie einen Bandausriss vom Halswirbel zum Hinterkopf, eine Schädelprellung und einen Handbruch. Damen-Cheftrainer Wolfgang Maier: "Das ist ein weiterer bitterer Rückschlag." Zuvor waren bereits seine Medaillenhoffnungen Maria Riesch (Partenkirchen) sowie Hilde Gerg (Lenggries) ausgefallen.

Das Olympia-Aus droht auch Eishockey-Nationalspieler Michael Hackert (Frankfurt Lions), der bei der 2:7-Pleite gegen die Eisbären Berlin in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) offenbar einen Kieferbruch erlitt. "Das wäre ein herber Verlust. Michael ist einer unserer besten Techniker und Offensivspieler", erklärte Bundestrainer Uwe Krupp.

Rund 3,7 Mill. Euro an Gesamtkosten entstehen dem Nationalen Olympischen Komitee (NOK) für Deutschland beim Start seiner Athleten. Das Bundesministerium des Inneren beteiligt sich mit rund zwei Mill. an diesen Kosten.

Rund 3,7 Mill. Euro Gesamtkosten

"In den 3,7 Mill. sind auch die Sachleistungen für Bekleidung sowie technische Hilfen durch die Forschungsstelle zur Entwicklung von Sportgeräten (FES) und das Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) in Leipzig enthalten", sagt NOK-Pressechef Michael Schirp. Die Kosten für die Einkleidung der Athleten und ihrer Betreuer, insgesamt rund 335 Personen, beläuft sich auf gut eine halbe Million Euro.

Nicht in diesen Kosten enthalten ist das Budget des Deutschen Hauses in Sestriere. Es beläuft sich laut Axel Achten, Geschäftsführer der Deutschen Sport-Marketing (DSM), auf "über eine Million Euro". Diese Kosten werden durch die 50 DSM-Werbepartner getragen.

Laut Schirp übersteigen die Ausgaben für die Anreise jene von Olympia 2002 in Salt Lake City/USA, obwohl die Entfernung diesmal viel geringer ist. "Denn durch die drei Athletendörfer gibt es teilweise dreifache Kosten."

Rund 700 000 Euro an Prämien wird voraussichtlich die Stiftung Deutsche Sporthilfe ausschütten. 2002 in Salt Lake City hatte sie für 33 Medaillen (12 Gold/16 Silber/7 Bronze) 715 375 Euro gezahlt. Für Gold erhalten deutsche Athleten 15 000, für Silber 10 000 und für Bronze 7 500 Euro.

Das deutsche Team ist für Sportwettenanbieter betandwin klarer Favorit auf Platz eins im Medaillenspiegel. Im Falle eines Sieges im Gesamtklassement zahlt das Unternehmen 14 für 10 Euro aus. Härteste Konkurrenten im Kampf um den Spitzenplatz sind für betandwin die USA (Quote 3,75) und Norwegen (4,50), das in Salt Lake City 2002 die Medaillenwertung gewonnen hatte.

© SID

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