Olympia Peking
9,1 Millionen sahen deutschen Einmarsch im TV

Bis zu 9,1 Millionen Deutsche sahen die olympische Eröffnungsfeier am Freitag. In China erreichte die Übertragung mit 842 Mill. Zuschauern sogar 90 Prozent der Haushalte.

Die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking hat der ARD am Freitagnachmittag eine ausgezeichnete Quote beschert. Im Schnitt 7,7 Mill. Zuschauer verfolgten die mehr als vierstündige Zeremonie. Dies entsprach einem Marktanteil von 52,3 Prozent. Beim Einmarsch der deutschen Athleten, die von Fahnenträger Dirk Nowitzki angeführt wurden, sahen in der Spitze 9,1 Mill. Zuseher vor dem Fernseher.

"Es freut mich sehr, dass sich trotz der Zeitverschiebung so viele Zuschauerinnen und Zuschauer bei uns im Ersten ihr eigenes Bild von der beeindruckenden Eröffnungsfeier gemacht haben. Unser Olympiateam hatte einen exzellenten Start", sagte Lutz Marmor, Intendant des federführenden NDR.

In China sahen sogar 842 Millionen Menschen die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele im Fernsehen. Diese Zahl meldete die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf ein Unternehmen für Medienanalysen.

Als Turn-Olympiasieger Li Ning das Feuer in der riesigen Fackel am Dach des "Vogelnestes" entzündete, hätten Menschen in 90 Prozent aller Haushalte im Reich der Mitte live die Übertragung des Senders Cctv verfolgt.

NBC sendete Eröffnung nur als "Konserve"

Für große Verärgerung sorgte dagegen der US-Fernsehgigant NBC bei Olympia-Fans in den Vereinigten Staaten. Die Eröffnungsfeier wurde nur zeitversetzt als "Konserve" gesendet, um auf höhere Einschaltquoten zu kommen. Aufgrund der Zeitverschiebung begann die Zeremonie im Nationalstadion der chinesischen Hauptstadt in den frühen Morgenstunden des Freitag in den USA.

NBC hatte sich die Exklusiv-TV-Rechte für den amerikanischen Markt 588 Mill. Euro (894 Mill. Dollar) kosten lassen. "Es war eine wirtschaftliche Entscheidung. Es ging um den Schutz unserer Partner, auch in der Werbung. Wir wollten die größtmögliche Reichweite erzielen", sagte ein NBC-Sprecher der französischen Nachrichtenagentur afp. Selbst im US-Frühstücksfernsehen der NBC-Programme wurde nicht Bezug auf das Ereignis im Reich der Mitte genommen.

© SID

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