Olympia Peking
China zieht Olympiagegner aus dem Verkehr

Chinesische Behörden haben offenbar einen Protest gegen die Austragung der Olympischen Spiele 2008 mit einer Festnahme bestraft. Dem inhaftierten Aktivisten Yang Chulin wird Verleumdung der Staatsmacht vorgeworfen.

Eine öffentliche Protestaktion gegen die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2008 ist im chinesischen Peking mit einer Festnahme bestraft worden. Wie die französische Nachrichtenagentur afp berichtet, haben chinesische Menschenrechtler am Dienstag über den Fall des inhaftierten Yang Chulin berichtet. Der Aktivist sei am 6. Juli festgenommen worden, weil er einen offenen Brief unter der Überschrift "Wir wollen Menschenrechte, keine Olympischen Spiele" veröffentlicht hätte. Der Brief sei von 10 000 Menschen unterzeichnet gewesen, hieß es.

Yang wurde in der nordchinesischen Provinz Heilongjiang von der Polizei verhaftet und am Montag wegen Verleumdung der Staatsmacht angeklagt. Die chinesischen Menschenrechtler, die sich China Human Rights Defender (Chrd) nennen, bezeichneten das Vorgehen der Behörden als alarmierend, weil bereits die Ablehnung von Olympia im Reich der Mitte zum "politischen Verbrechen" erklärt würde. Es sei aber gleichzeitig Ausdruck der Nervosität der Regierung, die Proteste gegen die Menschenrechtssituation im Land während der Spiele fürchte.

© SID

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