Olympia Peking
Die Olympia-Splitter vom 11. August

Die 97 Jahre alte Xiao Xincui reiste fünf Wochen zum Badminton, während Schwimmerin Stephanie Rice als erste australische Olympiasiegerin in Peking ihre eigene Briefmarke bekommt.

Der Sport-Informations Dienst hat die Olympia-Splitter vom 11. August zusammen gestellt.

Die 97 Jahre alte Xiao Xincui, von allen nur Oma Xiao genannt, ist ein begeisterter Olympia-Fan. Deshalb ließ sich die rüstige alte Dame auch zu einem Badminton-Spiel chauffieren - 2 400 km weit aus der Provin Henan in Zentralchina von ihrem Enkel auf einem Fahrrad-Taxi. Das Duo war fünf Wochen lang unterwegs, die Reise weckte sogar das Interesse des chinesischen Fernsehens. Deswegen erhielten Oma Xiao und ihr Enkel nun auch Karten für das 110-m-Hürden-Finale mit Volksheld und Goldfavorit Liu Xiang.

Siegessicher: Dem britischen Top-Favoriten Ben Ainslie ist die Goldmedaille im Finn-Dinghy kaum mehr zu nehmen. Bei einem Probelauf der Siegerehrung im Hafen in Qingdao wurde der 31-Jährige als Gewinner ausgerufen, anschließend trat ein weiblicher Volunteer aufs Podium und nahm die Siegerplakette entgegen. Abgeschlossen wurde die Zeremonie mit der britischen Nationalhymne. Sollte Ainslie tatsächlich in China gewinnen, wäre es sein dritter Olympiasieg.

Briefmarke: Schwimmerin Stephanie Rice war am Sonntag die erste australische Olympiasiegerin in Peking und bekommt deswegen auch als erste ihre eigene Briefmarke in der Heimat. Traditionell erscheint in Australien seit Sydney 2000 das Gesicht jedes Olympiasiegers auf einer Briefmarke. Das gute Stück mit ihrem Konterfei soll schon ab Dienstag auf dem Fünften Kontinent erhältlich sein.

Goldsucher: Dass die olympischen Volunteers unglaublich hilfsbereit sind, weiß mittlerweile jeder in Peking. Am Sonntag haben sich die Helfer selbst übertroffen. US-Beachvolleyballerin Kerri Walsh hatte bei einem Block am Netz ihren Ehering verloren und konnte ihn nicht mehr finden. Kurzerhand rückten die Volunteers mit mehreren Metalldetektoren an und spürten den Ring der Olympiasiegerin im tiefen Sand wieder auf.

Peking-Ente: Die Peking-Ente erlebt dank der Sommerspiele Hochkonjunktur. Ausländische Besucher reißen sich um die Spezialität, die auf eine 1 600 Jahre alte Geschichte zurückblicken kann. Ganze Restaurantketten haben sich deswegen auf die Zubereitung von Peking-Enten spezialisiert, berichtet die Tageszeitung China Daily. Sogar ein Museum zu Ehren der Peking-Ente ist eröffnet worden.

Badminton-FAN: Microsoft-Gründer Bill Gates hat mit seiner Frau Melinda das Badminton-Duell zwischen dem Chinesen Bao Chunlai und dem aus Guatemala stammende Kevin Cordon besucht. Auf die Frage, ob er ein Badminton-Fan sei, antwortete der Milliardär: "Ich will es werden."

Sonderausgbae: Nach dem ersten japanischen Gold der Sommerspiele in Peking durch Schwimmer Kosuke Kitajima über 100m Brust brachten mehrere japanische Zeitungen kostenlose Sonderausgaben heraus. Allein in Tokio erschienen Yomiuri, Asahi und Sports Nippon, nachdem der 25-Jährige als erster Schwimmer auf dieser Strecke zum zweiten Mal in Folge triumphiert hatte.

Schock: Basketball-Superstar Kobe Bryant hat den dreifachen Sprintweltmeister Tyson Gay überrascht, als er ihn nach seiner Muskelverletzung von Anfang Juli fragte. "Ich wollte nur ein Bild mit ihm machen, da kam die Frage. Als ich meiner Mutter davon erzählte, war sie geschockt", berichtete Gay: "Das war ein besonderes Erlebnis für mich."

Aussenhandelskammer: Eine Abordnung der Deutschen Fußball Liga (DFL) bzw. des Ligaverbandes hielt am Montag vor der Außenhandelskammer Peking eine Präsentation ab. Sie wurde von Ligaverbands-Vorstandsmitglied Andreas Rettig und Tom Bender, Geschäftsführer Marketing und Kommunikation der DFL, durchgeführt. Vertreter von rund 50 Firmen waren zur Informationsveranstaltung gekommen. Ab Herbst wird die Internetseite www.bundesliga.cn ins Netz gestellt.

© SID

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