Olympia Peking
Eingeschränktes Fahrverbot lässt Peking durchatmen

Ein eingeschränktes Fahrverbot hat in der Olympiastadt Peking erfolgreich Wirkung gezeigt. Die Aktion soll während der Olympischen Spiele 2008 wiederholt werden und damit die ernom hohe Luftverschmutzung stoppen.

Eine "Rush hour" mit fließendem Verkehr hat das eingeschränkte Fahrverbot in der Olympia-Stadt Peking hervorgerufen. Die Behörden hoffen auf eine kurzfristige Verbesserung der Luftqualität, um die gleiche Maßnahme während der Sommerspiele 2008 erneut anwenden zu können.

Beim "Olympiatest" sind bis einschließlich Montag von den insgesamt knapp über drei Mill. zugelassenen Wagen täglich jeweils 1,3 Mill. von den Straßen verbannt. Die letzte Ziffer des Nummerschildes gilt als Lizenz oder Verbot für den betreffenden Tag.

66 000 Taxen dürfen weiterfahren

Ausgenommen von der Maßnahme waren alle 66 000 Taxen der Stadt, Autos der Polizei und der Feuerwehr, Krankenwagen sowie Fernbusse, Fahrzeuge der Stadtverwaltung, von internationalen Organisationen und Diplomatenwagen. Vertreter der Stadt gingen aber mit gutem Beispiel voran: "Ich lasse mein Auto stehen und fahre bei Bekannten mit, deren Autos zugelassen sind", sagte Wang Hui, Sprecherin der Stadtverwaltung.

Die Auswirkungen auf den Verkehr waren unverkennbar positiv. Wo sich sonst zu Stoßzeiten kilometerlange Karawanen durch die Innenstadt quälen, floss der Fahrzeugstrom reibungslos. Nur an wenigen Knotenpunkten der Stadt gab es Staus und Verzögerungen. Die Polizei war überall zur Stelle und fischte am Freitag eine Reihe von Falschfahrern heraus, die mit ihrer geraden Endziffer auf dem Nummernschild nur für Samstag und Montag zugelassen sind. Sie mussten 100 Yuan (knapp 10 Euro) Strafe zahlen. Ausreden wie: "Ich komme von einer Geschäftsreise und habe nichts von dieser Maßnahme gewusst" ließ man nicht gelten.

ÖPNV besteht Feuertaufe mit Bravour

Der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) scheint bestens auf die erwartete Mehrzahl von 300 000 Passagieren pro Tag eingestellt zu sein. 700 zusätzliche Busse sind in Betrieb, die U-Bahnen rollten eine halbe Stunde früher als sonst und mit erhöhter Frequenz, Arbeitszeiten im Einzelhandel wurden verlegt, um die Stoßzeiten zu entzerren. Mehr als das auch sonst übliche Gedränge gab es jedenfalls nicht: "Es war fast alles wie immer, nur viel sauberer als sonst", sagte eine junge Frau. Die auffallend zahlreichen Reinigungskräfte sollen den Pekingern das Benutzen der U-Bahn wohl auch für die Zukunft schmackhaft machen.

© SID

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