Olympia Peking
Irak erwägt Einspruch gegen IOC-Suspendierung

Der Irak will gegen die Suspendierung seines Nationalen Olympischen Komitees (NOK) Einspruch einlegen. Die Sperre war wegen "politischer Einflussnahme" verhängt worden.

Der Irak will gegen die Suspendierung seines Nationalen Olympischen Komitees (NOK) Einspruch einlegen. Wie die Regierung am Donnerstag mitteilte, sollen hochrangige Beamte zu Sondierungsgesprächen mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) entsandt werden, um die am Mittwoch durch die Exekutive wegen "politischer Einflussnahme" verhängte Sperre rückgängig zu machen.

Sollte die Regierung in Bagdad nicht einlenken, könnte der Irak nicht an den Sommerspielen von Peking (8. bis 25. August) teilnehmen. Denkbar wäre allerdings, dass irakische Sportler unter der IOC-Flagge starten. Eine entsprechende Regelung gab es zuletzt 2000 in Sydney für Ost-Timor.

Neue NOK-Führung eingesetzt

Die irakische Regierung hatte am 21. Mai eine neue NOK-Führung unter dem Sportminister eingesetzt, da das alte Gremium angeblich nicht handlungsfähig sei. Iraks NOK-Präsident Ahmed Al Samarrai war 2006 entführt worden, über sein Schicksal ist bis heute nichts bekannt. Der Eingriff der Regierung in die NOK-Autonomie sei jedoch unabhängig von der politischen Lage ein klarer Verstoß gegen die Olympische Charta, der in keiner Weise akzeptiert werde, befand die IOC-Exekutive.

Erst kürzlich hatte der Weltverband Fifa den irakischen Verband IFA aus ähnlichen Gründen ausgeschlossen. Dieser Beschluss wurde jedoch drei Tage später wieder aufgehoben, nachdem die irakische Regierung die alte IFA-Spitze wieder anerkannt hatte.

© SID

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