Olympia Peking
Olympioniken schreiben Brief an Chinas Präsident

Mehr als 40 Peking-Starter haben in einem Offenen Brief an den chinesischen Präsidenten die Einhaltung der Menschenrechte gefordert. Auch deutsche Olympiasieger unterzeichneten.

Mehr als 40 Peking-Starter verschiedener Nationen haben in einem Offenen Brief an den chinesischen Präsidenten Hu Jintao die Einhaltung der Menschenrechte sowie eine friedliche Lösung der Tibet-Frage und anderer Konflikte gefordert. "Amnesty International" und die "Internationale Kampagne für Tibet" schlossen sich der Aktion an.

Insgesamt unterstützen über 100 Athleten die auch im Internet (www.sportsforpeace.de) veröffentlichte Petition. Deutsche Olympiasieger wie Kathrin Boron (Rudern) und Yvonne Bönisch (Judo) oder Weltmeister Christian Schwarzer (Handball) unterzeichneten demnach ebenso wie internationale Stars, beispielsweise Hürden-Weltrekordler Dayron Robles (Kuba), 400-Meter-Läufer Dee Dee Trotter (USA) oder Hochsprung-Weltmeisterin Blanka Vlasic (Kroatien).

Inhaftierter Dissident lädt Rogge zu Gefängnis-Besuch ein

Die Gruppe "Human Rights" in China veröffentlichte zudem ein Schreiben des inhaftierten Dissidenten He Depu an IOC-Präsident Jacques Rogge, den er zum Besuch des Gefängnisses einlädt. "Zehntausende Gefangene in Peking, die nur eine halbvolle Schüssel gekochtes Gemüse in den Händen halten und ihre Augen auf Sie richten. Was haben sie dabei für ein Gefühl?", schreibt er.

Nach dem Willen der Olympioniken soll Hu Jintao auch dafür sorgen, dass "Menschenrechtsverteidiger nicht mehr eingeschüchtert oder eingesperrt werden". Auch die Todesstrafe solle er abschaffen. Zu den 127 Unterzeichnern - die Organisatoren waren zur Bestätigung der Liste nicht erreichbar gewesen - gehört auch weitere deutsche Sportprominenz wie Biathlon-Star Michael Greis, die zweimalige Hochsprung-Olympiasiegerin Ulrike Nasse-Meyfarth oder Schwimmerin Sandra Völker.

Protest von US-Christen gestoppt

In Peking stoppten derweil in Zivil gekleidete chinesische Polizisten am Donnerstag erneut den Protest von drei amerikanischen Christen in der Nähe des Tian'anmen-Platzes. Die kleine Gruppe war bereits am Mittwoch von den Ordnungskräften aufgegriffen, aber anschließend wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Das Trio wollte seiner Kritik an der chinesischen Bevölkerungskontrolle, die Abtreibungen forciere, Nachdruck verleihen.

© SID

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