Olympia Peking
Schäuble warnt Sportler vor unüberlegtem Protest

Wolfgang Schäuble hat die deutschen Sportler aufgefordert, die Olympischen Spiele nicht als Forum für unüberlegten Protest gegen Menschenrechtsverletzungen in China zu nutzen.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble scheint von einer möglichen Politisierung der Olympischen Spiele nichts zu halten und hat die deutschen Athleten vor unüberlegten Protesten gegen Menschenrechtsverletzungen gewarnt. In einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung meinte der für den Sport zuständige Minister: "Aber die Sportler sollten auch daran denken, dass es nicht sinnvoll wäre, sich die Erfolge jahrelanger Vorbereitung durch einen Regelverstoß zu zerstören."

Schäuble meinte, Sportler seien mündige Bürger, sie könnten selbstbewusst ihre Meinung äußern - aber sie seien dazu nicht verpflichtet. Und natürlich müssten sie sich an die Regeln des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) halten. Schäuble betonte, er selbst werde sich dafür einsetzen, dass diese nicht zu kleinlich angewendet würden.

In einem Gastkommentar für die Bild am Sonntag meinte Hans-Gert Pöttering, Präsident des Europäischen Parlaments, angesichts der Ereignisse im März mit vielen Toten in Tibet: "Ich möchte alle Sportlerinnen und Sportler ermutigen, genau hin- und nicht wegzusehen. Jeder kann auf seine Weise ein Zeichen setzen. Kein Funktionär sollte dieses verhindern dürfen."

© SID

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