Olympia Peking
"Zweifelhafter Triumph für China"

Die Schlussfeier am Sonntag war der perfekte Abschluss perfekt organisierter Spiele. In der Presse weltweit gab es viel Positives, aber auch zahlreiche kritische Stimmen.

Nach der gigantischen Schlussfeier am Sonntag gab es in der Presse weltweit viel Positives, aber auch zahlreiche kritische Stimmen. Der Sport-Informations-Dienst hat die Pressestimmen zusammengestellt.

China

China Daily: "Überbiete das! Die Spiele von Peking endeten so spektakulär, wie sie begonnen haben."

England

The Daily Telegraph: "Die Übergabe hat mehr an die Zeiten des Swinging London als an die kosmopolitische Finanzmetropole, die sie heute ist, erinnert. Wenn das ein Statement der Organisatoren war, sich nicht mit der Größte und dem Spektakel von Peking zu messen, sondern stattdessen auf Flair und Witz zu setzen, so ist das empfehlenswert."

Daily Mail: "Wir sollten etwas skurril Britisches bieten mit einem langanhaltenden Erbe und ohne schrecklichen Kater. Als die Spiele von Peking zu einem spektakulären Ende kamen, gab Londons Bürgermeister Boris Johnson einen grellen Vorgeschmack auf den individuellen Stil, der in vier Jahren erwartet werden kann. Die schrullige Show stand im Kontrast zu der perfekt abgestimmten Extravaganz der Chinesen in gigantischen Dimensionen, außergewöhnlichen Farb-Effekten, einem Bombardement von Feuerwerk und atemberaubender Artistik."

The Times: "London kann es nur mit einer kollektiven Anstrengung schaffen und einem Enthusiasmus, den viele womöglich für unzeitgemäß oder völlig unbritisch halten. Als er die olympische Fahne bei der aufwendigen Schlussfeier annahm, versprach Bürgermeister Boris Johnson zugleich, dass London auf den britischen Witz, Einfallsreichtum und Genialität setzen werde.

The Mirror: "Als die Nationalhymne gesungen war, kam Londons Chance, die Welt zu beeindrucken. Wo Peking auf unermessliche Zahlen von Darstellern setzte, nutzte London seinen Weltruf und die Populärkultur."

The Guardian: "Außer den technischen Dingen kann London nur sehr wenig von Peking lernen. Nie wieder wird eine Nation das Geld und den politischen Willen aufbringen, um Olympische Spiele diesen Ausmaßes hervorzubringen."

The Sun: "Wir müssen es auf unsere Weise tun. Der Traum von London 2012 ist jetzt Realität geworden und in den nächsten vier Jahren wird sich die bohrende Aufmerksamkeit der Welt nach Großbritannien richten. Wenn wir irgendetwas von Peking gelernt haben, dann ist es, nicht noch einmal zu versuchen, was hier in China gemacht wurde. Für diese Spiele waren die Kosten unzählbar."

USA

New York Times: "Wenn es irgendwelche Zweifel gab, dass die Spiele 2012 in London anders sein werden als die in Peking, sind sie mit dem Auftritt von Londons Bürgermeister Boris Johnson verschwunden: ein frecher Schuljunge unter Erwachsenen."

Washington Post: "Die Ordnung und der Pomp der Eröffnungsfeier wurde ersetzt durch Leichtigkeit, Frivolität und Spaß. Die Schlussfeier erinnerte an eine gigantische Party."

Australien

The Australian: "Vom Entzünden des Olympischen Feuers im Vogelnest am 8. August bis zur Schlussfeier - diese Spiele gehörten zu den erinnerungswürdigsten und spektakulärsten überhaupt. Aber das überragende Thema dieser Spiele war Kontrolle. Nach all den Aufrufen zu Frieden und Harmonie, nach all den Hoffnungen, die mit der Vergabe der Spiele an Peking in Sachen Offenheit und Menschenrechte verbunden waren, hat es China nicht geschafft, die Erwartungen zu erfüllen."

Sydney Morning Herald: "Die Spiele waren ein zweifelhafter Triumph für China. Die Welt bewunderte die Organisation und die finanziellen Mittel von den Sportstätten bis zu den verschwenderischen Zeremonien. Auf der anderen Seite war es bei allem zu viel der Organisation."

Frankreich

L"Equipe: "Die Flamme erlosch nach einer farbenprächtigen Zeremonie."

Le Parisien: "Fast perfekte Organisation, Rekordflut, legendäre Leistungen. Die ersten Olympischen Spiele in China waren ein großer Jahrgang, der dem asiatischen Riesen erlaubt hat, seine Kraft unter Beweis zu stellen, der aber auch die Grenzen seiner Toleranz aufgezeigt hat."

Liberation: "China auf der ganzen Linie siegreich. Die Organisation war perfekt, die Opposition wurde erstickt, und der sportliche Erfolg hat sich eingestellt."

Le Monde: "Ein großes Spektakel und der Schatten eines Zweifels."

Le Figaro: "China, die neue Supermacht. Der Gastgeber hat die USA in der Welthierarchie entthront, auch wenn nicht alle Legenden dieser Spiele aus China kommen."

Italien

Gazzetta dello Sport: "China, ein Koloss mit 100 Medaillen. Die Schlussfeier hebt die sportlichen Erfolge des Landes hervor. Sie ist zwar informeller als die Eröffnungszeremonie, sie ist aber trotzdem magisch, gigantisch und perfekt."

Corriere dello Sport: "Die Olympischen Spiele sind zu Ende und China ist ein bisschen näher gerückt. Zumindest hoffen wir es. Der "schlafende Gigant" Asiens ist erwacht und verlangt einen Platz in der Welt."

Il Riformista: "Das China der Spiele siegt über die Menschenrechte. Die Welt hat keine klare politische Orientierung gezeigt, welche China bei den Menschenrechten zu einem Politikwechsel zwingen könnte. Man hat den chinesischen Drachen nicht einmal durch Fernbleiben bei der Eröffnungsfeier in Verlegenheit bringen wollen."

Il Giornale: "Rogge behauptet, die internationale Gemeinschaft habe etwas von China gelernt und China von der internationalen Gemeinschaft. Angesichts der wiederholten schweren Verstöße gegen Grundrechte wie Pressefreiheit und Meinungsfreiheit durch die chinesische Regierung im Rahmen der Olympischen Spiele ist die Rede Rogges eine Schande für den IOC".

ÖSterrreich

Die Presse: "Die gigantische Sensations-Show. Die Sommerspiele 2008 übertrafen alles, was Organisation, Ablauf und Präzision betrifft."

Schweiz

Blick: "Bye, Bye Peking - eine farbenfrohe und stimmungsvolle Abschlussfeier. China hat zum Abschluss der Olympischen Spiele noch einmal sein Leistungsvermögen demonstriert."

Spanien

AS: "Peking schließt die Spiele mit einem sehr britischem Akzent ab. Jetzt sind die Engländer dran, die besten Spiele der Geschichte zu organisieren."

Marca: "Peking schließt die Tür. Die Organisation hat wieder einmal alle mit einer sehr ansehnlichen Zeremonie überrascht.'

© SID

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