Olympia Sportpolitik
De Maiziere will für Winterspiele 2018 kämpfen

Thomas de Maiziere hat im Sportausschuss seinen Kampf für die Austragung der Winterspiele 2018 in München angekündigt. Der Bundesinnenminister werde "alles tun, was erlaubt" sei.

Werbung für Münchens Olympiabewerbung, intensive Förderung des deutschen Spitzensports und Lob für das Urteil des CAS im Fall Claudia Pechstein: Bundesinnenminister Thomas de Maiziere hat bei seinem Antrittsbesuch im Sportausschuss des Deutschen Bundestages zu wichtigen sportpolitischen Themen Stellung bezogen. Als Vertreter der Bundesregierung bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver (12. bis 28. Februar) versprach de Maiziere insbesondere, sich vehement für die Olympiabewerbung Münchens stark zu machen.

IOC-Mitglieder "treffen und diese belabern"

"Im Hinblick auf die Münchner Bewerbung für die Winterspiele 2018 werde ich dort in den ersten Tagen so viele IOC-Mitglieder wie möglich treffen und diese belabern", sagte der CDU-Politiker. Er werde "alles tun, was erlaubt" sei: "Ich hoffe, dass dies einen guten Erfolg hat."

München wird sich bei der Vergabe der Winterspiele 2018 am 6. Juli 2011 in Durban als erste der drei Bewerberstädte präsentieren. Konkurrenten sind das französische Annecy und das südkoreanische Pyeongchang. Bis zum 15. März 2010 muss München mit Garmisch-Partenkirchen und dem Berchtesgadener Land die Bewerbungsunterlagen und die Garantiererklärungen beim IOC vorlegen.

De Maiziere nahm bei seinem ersten Auftritt im Sportaussschuss zu weiteren aktuellen Diskussionen im Sport Stellung und unterstrich, dass der für 2010 geplante Sportetat des Bundesinnenministeriums (BMI) knapp 139 Mill. Euro betragen soll. "Mit diesen Mitteln bestreiten wir einen guten Beitrag zur Unterstützung unserer Spitzensportler in Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Vancouver", sagte de Maiziere. Für die Jahre ab 2011 gebe es noch keine mittelfristigen Finanzplanungen.

Skepsis gegenüber speziellem Betrugsgesetz

Forderungen nach einem speziellen Betrugsgesetz für den Sport im Zuge des Fußball-Wettskandals betrachtet der Innenminister skeptisch: "Im Moment sehe ich nicht, dass ein spezieller Betrugsstrafbestand im Sport weiterhilft. Ich will das nicht grundsätzlich ausschließen, aber im Moment sehe ich keinen Mehrwert", sagte de Maiziere, der sich zu möglichen Konsequenzen aus dem Wettskandal erst nach Abschluss der staatsanwaltlichen Ermittlungen äußern will.

Im Fall der fünfmaligen Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein begrüßte der Minister das Urteil des internationalen Sportgerichtshofs CAS. "Es ermöglicht den indirekten Beweis, den wir für die Dopingbekämpfung brauchen", sagte de Maiziere.

© SID

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