Olympia Sportpolitik
Deutsche Regierung unterstützt München 2018

Die Münchner Bewerbung für die Olympischen Winterspiele 2018 wird die volle Unterstützung der deutschen Bundesregierung und des Bundestags erhalten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Münchener Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2018 zur Chefsache erklärt und will selbst "mit Leidenschaft" für die Erfüllung des olympischen Traums kämpfen. Bei einem Treffen mit Vertretern aus Wirtschaft und Sport am Dienstag im Kanzleramt sicherte Merkel ihre uneingeschränkte Unterstützung zu. "Die Bundesregierung steht als Ganzes hinter dieser Bewerbung. Sie ist von nationaler Bedeutung", sagte die Regierungschefin in Berlin.

Olympia würde Deutschland die Chance eröffnen, sich als "fröhliches, engagiertes und kompetentes Land" zu präsentieren, meinte die CDU-Politikerin. Außerdem sei es möglich, eine Visitenkarte in Sachen Klimaschutz, Energiemanagement und moderne Technologien abzugeben. Deshalb werde auch der Bundestag noch vor Ende der Legislaturperiode seine Unterstützung zum Ausdruck bringen. Sie selbst wolle "mit Leidenschaft" dafür eintreten, dass es am 6. Juli 2011 auf der 123. IOC-Session im südafrikanischen Durban ein "Ja" für München 2018 gibt, versprach Merkel.

Annecy und Pyeongchang als feste Konkurrenten

Die bayerische Landeshauptstadt will der erste Ort werden, der neben Sommerspielen (1972) auch Winterspiele ausrichtet. München bewirbt sich mit den Partnern Garmisch-Partenkirchen, wo die Schnee-Wettbewerbe stattfinden sollen, und der Rodelbahn am Königssee. Bislang stehen das französische Annecy und Pyeongchang in Südkorea als Konkurrenten fest. Bis Oktober nimmt das Internationale Olympische Komitee (IOC) noch Bewerbungen entgegen.

Merkel hatte am Dienstag zusammen mit Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) und dem Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes (Dosb), Thomas Bach, potenzielle Sponsoren und Partner zu einem Mittagessen empfangen. Es galt, das Interesse an Olympia zu wecken. Der Einladung waren acht Repräsentanten aus der Wirtschaft gefolgt, unter anderem adidas-Chef Herbert Hainer, der Siemens-Vorstandsvorsitzende Peter Löscher sowie RWE-Chef Jürgen Großmann.

Planung mit zehn Großsponsoren

Im Finanzierungskonzept für die Bewerbungsphase sind zehn Großsponsoren vorgesehen, die die veranschlagten Kosten von 30 Mill. Euro tragen sollen. Noch ist offiziell kein Sponsor gefunden, allerdings steht der Autokonzern BMW als erster Partner aus der Privatwirtschaft bereit.

"Ich habe heute noch mehr Appetit auf Olympische Winterspiele in München bekommen", meinte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer nach dem Treffen. Zudem habe er aus der Wirtschaft trotz Krise "ermutigende Signale" empfangen: "Es herrschte ein guter Grundtenor."

Dosb-Präsident Thomas Bach zeigte sich ebenfalls zuversichtlich. Es sei deutlich geworden, dass Deutschland voll hinter München 2018 steht. "Das wird auch auf internationaler Ebene Eindruck machen", meinte der IOC-Vizepräsident.

© SID

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