Olympia Sportpolitik
Grüne gegen Münchner Olympiakonzept

Die Münchner Olympia-Bewerbung für die Winterspiele 2018 hat einen politischen Streit hervorgerufen. Die Grünen lehnten das Konzept aus ökologischen Gründen ab.

Um die Münchner Olympia-Bewerbung für die Winterspiele 2018 gibt es den ersten politischen Streit. Die Grünen lehnten auf einer Versammlung am Dienstagabend das aktuelle Konzept aus ökologischen Gründen mit knapper Mehrheit ab. Geht es nach dem Willen der Parteibasis, sollen die bislang drei Austragungsstätten um die Orte Ruhpolding und Oberstdorf ergänzt werden. Damit wollen die Grünen die Region Garmisch-Partenkirchen entlasten und dortige Eingriffe in die Natur auf ein Minimum beschränken.

München will sich mit dem Konzept "plus 2" bewerben, dazu gehören neben der bayerischen Landeshauptstadt, wo 2018 sämtliche Eissportarten ausgetragen werden sollen, die Bob- und Rodelbahn am Königssee und eben Garmisch-Partenkirchen für alpine und nordische Ski-Wettbewerbe sowie Biathlon. Gegen eine Erweiterung hatte sich vor allem der Deutsche Olympische Sportbund (Dosb) ausgesprochen - Präsident Thomas Bach, zugleich Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees, plädiert für ein kompaktes Konzept.

"München plus 2"

Eingebracht wurde der Antrag auf die Ablehnung des aktuellen Konzepts vom bayerischen Grünen-Landeschef Dieter Janecek sowie dem Landtagsabgeordneten Ludwig Hartmann, 50 Grüne stimmten dafür, 41 Parteimitglieder wollen lieber an einer "ökologischen Ausrichtung" der Bewerbung mitarbeiten. Nach dieser Abstimmung teilte nun auch die Grünen-Landtagsfraktion mit, dass sie die "deutsche Bewerbung für die Winterolympiade 2018 auf Grundlage des Konzepts München plus zwei ablehnt".

Münchens Oberbürgermeister Christian Ude von der SPD versicherte in einer ersten Stellungnahme, das Konzept "München plus 2" sei mit "hohen Anforderungen an die ökologische Qualität" verbunden. Er wies die Münchner Grünen auf den Koalitionsvertrag hin und betonte, er erwarte, dass dieser auch eingehalten werde. Zum Härtetest für die regierenden Koalitionäre kommt es im Herbst: Dann muss der Stadtrat über das Bewerbungsbuch abstimmen. Zumindest die oppositionelle CSU steht einstweilen an der Seite der SPD.

© SID

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