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Olympia Sportpolitik: "München 2018" startet neue Gesprächsoffensive

Aufgrund des wachsenden Widerstands gegen die Olympia-Bewerbung Münchens, wollen die Verantwortlichen nun mit einer Gesprächsoffensive die Kritiker besänftigen.

Die Verantwortlichen der Olympia-Bewerbung wollen die Kritiker besänftigen. Foto: SID Images/AFP/ Quelle: SID
Die Verantwortlichen der Olympia-Bewerbung wollen die Kritiker besänftigen. Foto: SID Images/AFP/ Quelle: SID

Der Widerstand gegen Olympische Spiele 2018 in München scheint zu wachsen, mit einer weiteren Gesprächsoffensive wollen die Verantwortlichen der Bewerbung nun das Vertrauen ihrer Gegner und Kritiker gewinnen. "Ein solcher Prozess geht nie glatt vonstatten. Wir haben viel gelernt. Ich denke, wir sind jetzt auf einem guten Weg", versicherte Michael Vesper, der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Bewerbungsgesellschaft und Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes (Dosb) am Dienstag in München.

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Vesper und Geschäftsführer Bernhard Schwank legten bei einer Pressekonferenz ein elfseitiges Schreiben vor, in dem sie Stellung zu den "18 Irrtümern über unsere Olympiabewerbung" nahmen. Doch das eigentliche Hauptproblem sind weiter jene 78 Grundstücksbesitzer im "Schneepark" Garmisch-Partenkirchen, deren Flächen für Olympia 2018 genutzt werden sollen. Die Grundstücke werden unter anderem für das Athletendorf oder Medieneinrichtungen benötigt, allerdings bremsen einige der Eigentümer die Olympia-Bewerber nachhaltig.

Spätestens am 11. Januar 2011 muss "München 2018" sein großes "Bid Book" (Bewerbungsunterlagen) beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) vorlegen. Bis dahin sollten sämtliche Grundstückfragen geklärt sein. "Wir wollen und können niemanden unter Druck setzen", versicherte Schwank, "aber je schneller wir zu einer Einigung mit den Betroffenen kommen, desto besser." Standorte für Athletendorf oder Medieneinrichtungen sind wichtige Bewerbungskriterien - und Angebote zweiter Wahl hinterlassen keinen guten Eindruck.

Landeigentümer sind skeptisch

Bis zu 15 000 Euro pro Hektar und Jahr sollen die Eigentümer als Pacht dafür erhalten, dass sie den Olympia-Machern die Flächen zur Verfügung stellen. Die Bewerbungsgesellschaft und der Freistaat Bayern bürgen, dass die Grundstücke nach den Spielen wieder in dem Zustand übergeben werden, in dem sie übernommen wurden. Doch viele der Eigentümer, oft alteingesessene Landwirte, sind skeptisch oder gar nicht verhandlungsbereit. Die Gespräche jedenfalls sind bisher nicht so gelaufen, wie die Olympia-Befürworter dachten.

Vesper räumt indirekt ein, dass es in der Vergangenheit Versäumnisse im Umgang mit den betroffenen Menschen im Partnerort "GAP" gegeben habe. Schwank ergänzte, die Bewerbergesellschaft sei zu jeder Diskussion mit Kritikern und Gegnern bereit. "Man muss das Gespräch suchen und auf die Menschen zugehen", sagte er und betonte zugleich: "Wir sind nach wie vor zuversichtlich, dass wir mit den Grundstückseigentümern gute Gespräche führen können." Andernfalls müsste "München 2018" kurzfristig umplanen.

Die Kritik, die Bewerbungsgesellschaft informiere nicht ausreichend über ihre Pläne, wies Vesper entschieden zurück. "Die Vorwürfe, es würde etwas Geheimniskrämerisches gemacht, entbehren jeder Grundlage", sagte er. Dennoch sollen im Olympia-Bürgerbüro in Garmisch-Partenkirchen nun noch mehr Pläne ausgehängt werden, damit die Betroffenen einen noch besseren Überblick erhalten. "Transparenz war von Anfang an da, nur nicht die Pläne", erklärte Vesper.

Oberstdorf keine Alternative

Unabhängig von den Diskussionen um die Schwierigkeiten im Partnerstandort Garmisch-Partenkirchen wiesen Vesper und Schwank neue Forderungen nach einer Ausweitung der Zahl der an den Spielen beteiligten Gemeinden zurück. Gleiches gilt für den Vorschlag aus Oberstdorf, im Falle anhaltender Probleme in "GAP" als Alternative zur Verfügung zu stehen.

© SID

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