Olympia Sportpolitik
Olympia soll Nord- und Südkorea zusammenbringen

Nord- und Süd-Korea ziehen eine gemeinsame Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Erwägung. Die Städte Busan und Pjöngjang streben eine entsprechende Kooperation an. Nach IOC-Charta ist dies nicht unmöglich.

Die Olympischen Sommerspiele 2020 könnten in Nord- und Südkorea ausgetragen werden. Dies möchte das südkoreanische Busan der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang schmackhaft machen. Die Charta des Internationalen-Olympischen-Komitees (IOC) sieht dies zwar eigentlich nicht vor, Ausnahmen sind jedoch nicht unmöglich. Zum Beispiel finden die Reiter-Wettbewerbe der Olympischen Spiele 2008 nicht in Peking statt, sondern im 2000km entfernten Hongkong. "Prinzipiell bin ich der Meinung, dass wir uns gemeinsam bewerben sollten", gab Busans Bürgermeister Hur Nam-sik bekannt. "Aber natürlich hängt dies auch davon ab, wie sich die Beziehungen zwischen Nord- und Südkorea weiter entwickeln."

Ein koreanisches Team in Peking 2008

Busan ist die zweitgrößte Stadt in Südkorea und wird von dem 500km entfernten Pjöngjang durch einen "eisernen Vorhang" getrennt. Im Hinblick auf Olympia nähern sich beide Staaten jedoch spürbar an. Nach dem Boykott Nordkoreas der Spiele in Seoul 1988, waren die beiden Nationen bei den Olympischen Spielen in Sydney 2000 und in Athen 2004 bereits gemeinsam einmarschiert. Bei den Asien-Spielen 2006 in Doha und den Sommerspielen 2008 in Peking werden die beiden Nationen nun auch bei den Wettbewerben mit gemeinsamen Teams an den Start gehen.

© SID

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