Olympia Sportpolitik
Sieben Städte wollen Olympische Spiele 2016

Insgesamt sieben Städte haben ihre Bewerbungsunterlagen für die Olympischen Sommerspiele 2016 eingereicht. Größte Chancen werden der Stadt Chicago zugeschrieben, darüber hinaus sind auch Rio und Tokio im Rennen.

Im Rennen um die Olympischen Sommerspiele 2016 sieht sich der selbst erklärte Favorit Chicago insgesamt sechs Herausforderern gegenüber. Alle sieben seit langem gehandelten Interessenten haben erwartungsgemäß ihre Kandidatur bis zur Bewerbungsfrist am Donnerstag 24 Uhr beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Lausanne angemeldet.

Es sind in alphabetischer Reihenfolge: Baku (Aserbaidschan), Chicago (USA), Doha (Katar), Madrid (Spanien), Prag (Tschechien), Rio de Janeiro (Brasilien) und Tokio (Japan). Sie müssen bis zum 14. Januar 2008 ihre Bewerbungsunterlagen einreichen.

Die Spiele 2016 werden am 2. Oktober 2009 durch die IOC-Session in Kopenhagen vergeben. Zuvor trifft die IOC-Exekutive im Juni 2008 eine Vorauswahl. An dieser Hürde war Leipzig beim Anlauf auf die Spiele 2012 gescheitert, um die sich neun Städte beworben hatten und die schließlich an London gingen.

Die besten Chancen für 2016 werden Chicago eingeräumt, nachdem die USA letztmals 1996 mit Atlanta Gastgeber der Sommerspiele waren. Wegen der "stillschweigenden" Kontinental-Rotation bei der Vergabe werden nach Peking 2008 und London 2012 sowohl Asien als auch vor allem Europa nur geringe Aussichten eingeräumt.

Rio allenfalls mit Außenseiterchancen

Auch Rios Chancen scheinen begrenzt, obwohl Südamerika noch nie Sommerspiele ausgerichtet hat. Die Brasilianer waren wie Leipzig schon in der Vorauswahl für 2012 auf der Strecke geblieben, zudem haben die dort ausgetragenen Panam-Games 2007 erhebliche Schwächen in Bezug auf Infrastruktur und Organisation offenbart.

Eher exotischen Anstrich vermitteln die Bewerbungen von Baku und Doha, wenngleich sich zumindest Katar als Veranstalter zahlreicher Großveranstaltungen in letzter Zeit positioniert hat und angesichts seiner Petro-Dollars sportpolitisch nicht völlig abzuschreiben ist.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%