Olympia Tourismus
Touristenschwund während Olympia

Während der Olympischen Spiele in Peking hielten sich staatlichen Medien zufolge nur 389 000 Touristen in Chinas Metropole auf. Im Vergleich zu 2007 seien das 7,2 Prozent weniger.

Die Olympischen Spiele in Peking haben die Stadt offenbar etliche Touristen gekostet. Im Zeitraum der Spiele (8. bis 24. August) hielten sich nur 389 000 Besucher in Chinas Metropole auf. Das waren nach Berichten der staatlichen chinesischen Medien 7,2 Prozent weniger als im August 2007.

Gründe für das Fernbleiben der ausländischen Besucher wurden nicht genannt. Diese liegen vor allem wohl in der Visa-Politik Chinas, das im Vorfeld Einreisegenehmigungen während Olympia stark mit dem Besuch der Spiele gekoppelt hatte. Die Reiselust wurde offenbar auch gedämpft durch die Menschenrechts-Diskussion, die gekoppelt war mit der Gefahr von Terroranschlägen und Protesten. Das Außenministerium der USA hatte Olympia-Touristen schon im März vor einer Überwachung ihrer Privatsphäre in Peking gewarnt.

Auftakt eines langfristigen Touristen-Booms

Olympia beschert China wohl dennoch mittel- bis langfristig einen Touristen-Boom: Laut einer während der Sommerspiele veröffentlichten Expertenstudie benötigen die Olympiastadt und die Wirtschaftsmetropole Shanghai bis 2010 mindestens jeweils 500 000 zusätzliche Hotelkräfte. Zudem würden 10 000 Sportmanager und 7 000 Trainer gebraucht, um das nach dem Goldregen weiter gewachsene Interesse der Chinesen am Sport zu bedienen.

"Dieser erhöhte Bedarf ist ein Ergebnis der Olympischen Spiele, die China zu einem noch populäreren Ziel für Touristen gemacht haben", sagte Li Yiguang vom Marktforschungsunternehmen Fesco. Der Einfluss der Spiele auf die chinesische Ökonomie werde mindestens eine Dekade anhalten.

© SID

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