Olympia Turin
27 Wintersportler haben Turin-Ticket sicher

Nach der ersten Nominierungsrunde für die Winterspiele in Turin haben lediglich 27 Sportler das Olympia-Ticket in der Tasche. Letztendlich rechnet NOK-Präsident Klaus Steinbach mit einem rund 170-köpfigen Aufgebot.

Noch kurz ist die deutsche Liste mit den Nominierten für die Winterspiele vom 10. bis 26. Februar in Turin. Am Dienstag hat das Nationale Olympische Komitee (NOK) für Deutschland in Frankfurt zunächst 27 Sportler (16 Männer, elf Frauen) benannt. Zugleich wurden 36 Ärzte un 36 Physiotherapeuten als erste Vertreter des Betreuungsstabes berufen.

Die zweite Nominierungsrunde findet am 25. Januar in München statt. Letzter möglicher Termin für Nachrücker ist der 28. Januar als Meldeschluss. Insgesamt rechnet NOK-Präsident Klaus Steinbach mit einem rund 170-köpfigen Olympia-Aufgebot. Damit würde der Rekord von Salt Lake City von 163 Sportlern übertroffen. Bislang haben bereits 145 Athleten die Qualifikationsnorm erfüllt.

NOK will Platz eins in der Nationenwertung

"Dabei übertrifft unser eigenes Kriterium "Endkampfchance" die internationalen Vorgaben. Wir wollen in Turin um die Top-Position in der Nationenwertung kämpfen und können dieses Ziel erreichen", beschrieb Steinbach die Erwartungen.

Die "Expedition Turin" wird insgesamt zwei Mill. Euro kosten. Etwa 1,2 Mill. Euro steuert das Bundesinnenministerium bei. 2002 in Salt Lake City hatte Deutschland mit 12-mal Gold, 16-mal Silber und 8-mal Bronze hinter Norwegen (13-5-7) Platz zwei belegt.

Elementare Bedingung für alle deutschen Olympioniken in Turin ist, dass sie seit dem 1. Januar dieses Jahres in das Kontrollsystem von Welt-Antidoping-Agentur Wada und Nationaler Antidoping-Agentur Nada eingebunden sind.

Um weitere Dopingkontrollen gebeten

"Das ist bei allen Athleten der Fall, doch eine ganz geringe Anzahl von Sportlern, die für einen Olympiastart in Turin in Frage kommen, sind noch nicht ein einziges Mal gesteset worden. Wir bitten deshalb Wada und Nada im Vorfeld von Turin um ganz gezielte Kontrollen dieser Sportler", sagte NOK-Generalsekretär Bernhard Schwank. Das Ersuchen nach "Zielkontrollen" entspreche zudem den Wünschen der Aktiven.

Die ersten 27 Tickets gingen an die Sportarten Curling (5), Eiskunstlauf (1) mit dem WM-Dritten Stefan Lindemann, Eisschnelllauf (11) mit den Goldfavoritinnen Claudia Pechstein und Anni Friesinger sowie Shortrack (10).

Die Einkleidung der Mannschaft wird vom 16. Januar bis zum 6. Februar in der Bundeswehrkaserne in Erding erfolgen. Für jeden Olympiastarter liegen mehr als einhundert Teile bereit, von Socken, Schuhen, Ski-Brillen, Taschen und Mützen bis zur Unterwäsche und sogar einer "olympischen" Geldbörse. Die "Freizeit- und Ausgeh-Uniform" sowie das Outfit für die Eröffnungsfeier kommt vom Münchner Bekleidungsunternehmen Bogner.

© SID

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