Olympia Turin
Olympia in Turin wird kein Verlustgeschäft

Nach Angaben des italienischen Vize-Sportministers, Mario Pescante, ist der Etat für die Olympischen Winterspiele in Turin im Februar 2006 ausgeglichen. Die Regierung habe weitere 140 Mill. Euro zugesagt.

Die olympischen Winterspiele von Turin (10. bis 26. Februar 2006) werden ohne finanzielle Verluste über die Bühne gehen. Dies erklärte der italienische Vize-Sportminister Mario Pescante als Generalbeauftrager der Regierung Berlusconi für die Spiele im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Das Defizit im Etat des Organisationskomitees Toroc sei seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr von 230 auf 160 Mill. Euro reduziert worden, sagte Pescante. Die Regierung habe nun weitere 140 Mill. Euro zugesagt, davon zehn Mill. für den Bereich Sicherheit. "Den Rest werden wir durch Privatsponsoren und eine Lotterie eintreiben, deren Einnahmen direkt in die Toroc-Kassen fließen."

Keine Aussetzung der Anti-Doping-Gesetze

Bei einem anderen Problem geht die Suche nach einer Lösung weiter. Pescante, der auch IOC-Mitglied ist, schloss eine Aussetzung des strengen Anti-Doping-Gesetzes für die Zeit der Spiele aus. "Es steht fest, dass das Gesetz nicht geändert wird. Ich arbeite mit dem Internationalen Olympischen Komitee daran, einen Kompromiss zu finden. Aber wir werden nicht verhindern können, dass die Polizei bei einem Vergehen die Olympiadörfer durchsucht."

Dem Thema Sicherheit sieht der "Oberaufseher" gelassen entgegen: "Die Garantien sind niemals hundertprozentig, wir haben jedoch alles Mögliche getan, um Gefahren zu verbannen", sagte Pescante. Man arbeite eng mit Innen- und Verteidigungsministerium zusammen, um den friedlichen Verlauf zu sichern. Italien habe große Erfahrung mit Großereignissen, wie das Begräbnis von Johannes Paul II. im April bewiesen habe: "Damals bestürmten drei Millionen Menschen die italienische Hauptstadt, und alles ist dank guter Organisation reibungslos verlaufen."

Der Vizeminister äußerte die Hoffnung, dass Italien auch sportlich gut abschneiden werde: "Es wären nur halbe Winterspiele, wenn das Gastgeberland keine Medaillen gewinnen würde."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%