Olympia Turin
Olympisches Feuer "gesegnet" Richtung Turin

Nach einer Segnung durch Papst Benedikt XVI. auf dem Petersplatz in Rom hat das Olympische Feuer seinen Weg auf der italienischen Halbinsel begonnen. In 64 Tagen soll die Fackel auf 11.300km nach Turin getragen werden.

Benedikt XVI. hat mit seiner Segnung des in Griechenland entzündeten Olympischen Feuers am Donnerstag den Fackellauf durch Italien zu den 20. Winterspielen vom 10. bis 26. Februar 2006 in Turin eingeläutet. Vor über 10 000 Menschen auf dem Petersplatz in Rom schickte das deutsche Oberhaupt der Katholischen Kirche vom Vatikan aus die Flamme auf den 64-tägigen und 11.300km langen Fackellauf über die Apennin-Halbinsel.

"Das Olympische Feuer ist das Symbol für die Werte des Friedens und der Brüderlichkeit. Sie verkörpert die Basis der Olympischen Spiele", erklärte der Papst, dem besonders der weltweite Waffenstillstand für die Zeit der Spiele wichtig ist: "Ich werde für den Frieden während der Spiele beten".

Als erster italienischer Läufer nahm Marathon-Olympiasieger Stefano Baldini die Flamme aus der Hand von Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi im Quirinale-Palast entgegen. Das Feuer war am 27. November von der griechischen Schauspielerin Theodora Siarkou im Heiligen Hain des antiken Olympia entzündet worden.

Tomba als Schlussläufer favorisiert

Am Dienstag war die Flamme dem Präsidenten des Organisationskomitees Toroc, Valentino Castellani, in einer feierlichen Zeremonie im Athener Panathinaikon Stadion, dem Schauplatz der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit 1 896, übergeben worden. Die Ankunft der 1,9 Kilogramm schweren und 77 Zentimeter langen Fackel in einer Hercules C-130 der italienischen Luftwaffe auf dem römischen Flughafen Ciampino hatte sich wegen einer letztlich unbegründeten Bombendrohung verzögert.

Reibungslos verlief dagegen der Start der Staffette durch 104 italienische Städte mit Abstechern nach Frankreich, die Schweiz, Österreich, San Marino und Slowenien. Das Feuer, das zuvor schon 534 Menschen durch 69 griechische Städte getragen hatten, wird von insgesamt 10 001 Läufern durch das Gastgeberland gebracht. Favorisiert als Schlussläufer bei der Eröffnungsfeier am 10. Februar vor 36 000 Zuschauern im Stadio Palasport Olimpico von Turin wird der frühere alpine Superstar Alberto Tomba.

Staffel durch alle Provinzen

Zuvor wird der mit der Flamme verkörperte olympische Geist durch alle italienischen Provinzen getragen. Der Weg führt über Venedig und Genua, über Sardinien und Sizilien den ganzen Stiefel hinauf bis nach Turin und der Bergregion um Sestriere, wo bis zur Schlussfeier am 26. Februar Olympiasieger in 84 Entscheidungen gekürt werden.

Besuche bei italienischen Monumenten und Baudenkmälern aller Epochen stehen auf der Reiseroute: das antike Theater bei Taormina auf Sizilien, die Piazza della Signoria in Florenz, der Schiefe Turm von Pisa, der Canale Grande in Venedig. Natürlich wird auch Cortina d´Ampezzo Station sein, wo vor 50 Jahren die ersten Winterspiele in Italien stattfanden.

Auch eine Fahrt in einem Formel-1-Boliden auf der Teststrecke in Maranello ist für die von Designern der Autobauer Ferrari und Fiat konstruierten Fackel vorgesehen. Alle italienischen Olympiasieger von Athen 2004 und Salt Lake City 2002 werden am Staffellauf teilnehmen.

© SID

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