Olympia Turin: Rogge fordert symbolische Geste von Olympioniken

Olympia Turin
Rogge fordert symbolische Geste von Olympioniken

Bei seinem Besuch der Exekutive in Turin hat IOC-Präsident Jacques Rogge an alle Olympia-Teilnehmer appelliert, eine Deklaration zur Olympischen Waffenruhe zu unterzeichnen. Dazu stehen drei Unterschriftenwände bereit.

Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Jacques Rogge, hat alle Turin-Teilnehmer aufgefordert, eine Deklaration zur Olympischen Waffenruhe zu unterschreiben. Am Dienstagmorgen besuchte der Belgier die IOC-Exekutive und die Athletenkommission im Olympischen Dorf in Turin.

Drei Unterschriftenwände in den Olympischen Dörfern

Athleten, Betreuer und Offizielle können den Olympischen Frieden unterstützen, in dem sie eine von drei Unterschriftenwänden unterzeichnen, die in den Olympischen Dörfern in Turin, Sestriere und Bardonecchia aufgestellt wurden. Mit dieser symbolischen Geste verpflichten sich die Unterzeichner als Botschafter des Friedens und der Völkerverständigung durch Sport.

Das Organisationskomitee Toroc, die italienische Regierung, Stadt und Provinz Turin sowie das italienische NOK haben seit September 2005 eine ganze Reihe von Initiativen zur Förderung des Olympischen Friedens und der mit ihm verbundenen Werte ergriffen. Zahlreiche Tagungen, Konferenzen, Ausstellungen und andere Events wurden zu den Themen Frieden, Zusammenarbeit und Gerechtigkeit veranstaltet.

Die Tradition der Olympischen Waffenruhe geht auf das antike Griechenland zurück. Im 9. Jahrhundert vor Christus wurde ein entsprechendes Abkommen zwischen drei Königen unterzeichnet. Während der Periode der Waffenruhe konnten Athleten und Künstler, ihre Familien und andere Reisende in absoluter Sicherheit zu den Olympischen Spielen reisen und danach zu ihren Herkunftsländern zurückkehren.

"Aufbau einer friedlichen Welt durch Sport"

In moderner Zeit wurden die ersten Initiativen zugunsten des Olympischen Friedens durch das IOC im Jahr 1992 ergriffen. Seit 1993 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen jeweils vor Olympischen Spielen durch einstimmige Verabschiedung entsprechender Resolutionen unter dem Titel "Aufbau einer friedlichen und besseren Welt durch Sport und Olympische Ideale" regelmäßig ihre Unterstützung für die IOC-Initiativen zum Ausdruck gebracht.

Gleiches geschah auch am 3. November 2005. Etwa 100 Tage vor der Eröffnung der Winterspiele 2006 verabschiedeten die 190 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen auf der 60. UN-Generalversammlung die von Italien im Auftrag des IOC vorgelegte Resolution.

© SID

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