Olympia Turin
Steuer setzt Nominierung für Turin durch

Das Hin und Her um Ingo Steuer geht weiter. Der Eiskunstlauf-Trainer setzte zwar vor dem Landgericht Berlin seine Nominierung für die Winterspiele in Turin durch, das NOK denkt nun aber über einen Widerspruch nach.

Für Ingo Steuer ist die Tür nach Turin wieder offen. Der Eiskunstlauf-Trainer hat sich vor Gericht erfolgreich gegen seine Nichtnominierung für die Olympischen Winterspiele vom 10. bis 26. Februar zur Wehr gesetzt. In einer einstweiligen Verfügung vom Montag entschied das Landgericht Berlin, dass der Ex-Weltmeister aus Chemnitz vom Nationalen Olympischen Komitee (NOK) offiziell als Mitglied des Betreuerstabes für Turin akkreditiert werden muss. Das NOK wird jedoch aller Voraussicht nach Widerspruch gegen die Entscheidung einlegen.

Nach Informationen des Sport-Informations-Dienstes (sid) ist mit einer offiziellen Bestätigung des NOK bis Dienstag (31. Januar) zu rechnen. In diesem Fall wird beim Berliner Landgericht ein mündlicher Verhandlungstermin angesetzt. Gegen das anschließende Urteil kann Berufung eingelegt werden.

"In einer solch dringenden Sache wird sich ausnahmsweise bestimmt schon innerhalb der nächsten Woche ein Verhandlungstermin finden lassen", sagte Katrin-Elena Schönberg, die Pressesprecherin der Berliner Zivilgerichte auf sid-Anfrage. Der einstweiligen Verfügung habe das Gericht ausschließlich aufgrund des Vortrages von Ingo Steuer stattgegeben. Das NOK sei nicht gehört worden

Nach seiner erwirkten einstweiligen Verfügung zeigte sich Steuer zunächst erleichtert und richtete einen Appell an die NOK:" Das ist eine Entscheidung ganz im Sinne meiner Sportler. Ich hoffe, dass das NOK in den verbleibenden Stunden ebenfalls im Sinne der Sportler reagiert. Es geht nicht um mich, es geht einzig um Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowa", sagte Steuer dem Sport-Informations-Dienst (sid) mit Blick auf das Paar, das er gerade zu EM-Silber geführt hatte.

Am letzten Mittwoch war der Trainer aufgrund von Auskünften der Birthler-Behörde über eine frühere Stasi-Tätigkeit aus dem Turin-Team gestrichen worden.

NOK berät über möglichen Einspruch

Das NOK hat nun bis Dienstag Zeit, gegen die Entscheidung des Landgerichts Berlin Einspruch einzulegen. "Die Verfügung ist uns am Montag per Boten zugegangen. Wir lassen von unseren Anwälten prüfen, ob wir dagegen vorgehen oder nicht", sagte NOK-Sprecher Michael Schirp.

Zugleich wies Schirp daraufhin, dass in speziellen Fällen die Akkreditierungsfrist überschritten werden darf. Allerdings bedarf es für eine solche Ausnahmeregelung der IOC-Zustimmung.

© SID

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