Olympia Turin
Tomba fühlt sich von Landsleuten vergessen

Italiens großes Ski-Idol Alberto Tomba, der als letzter Träger des Olympischen Feuers für die Winterspiele von Turin gehandelt wird, fühlt sich in seinem Heimatland nicht gebührend gewürdigt.

Einige Wochen vor dem Beginn der Olympischen Winterspiele in Turin hat sich Italiens früherer Ski-Star Alberto Tomba lautstark zu Wort gemeldet. Dabei beklagte sich der 38-Jährige über den Umgang der Öffentlichkeit mit seiner Person. "Italien hat mich vergessen. Im Ausland würde ein Champion wie ich in Ehre gehalten. Jemand, der so viel wie ich gewonnen hat, sollte Stolz seines Landes sein, Italien hat mich aber nur kritisiert", sagte der dreimalige Olympiasieger im Interview mit der italienischen Illustrieren "Vanity Fair".

Sieben Jahre nach Ende seiner Karriere ließ der 38-Jährige seiner Enttäuschung freien Lauf: "Ich habe Italien satt. Die Leute erinnern sich nur wegen schlechter Dinge an mich, dass ich mit einem Pokal nach einem Fotografen geworfen habe oder wegen meiner Probleme mit der Steuer." Allerdings gab er sich auch selbstkritisch: "Es ist leicht, Fehler zu machen, wenn man mit 20 Jahren Weltmeister wird und die Leute um dich dir schlechte Ratschläge geben. Ich habe den falschen Leuten vertraut."

Zu wenig Begeisterung für Turin?

Tomba warf seinen Landsleuten vor, sich zu wenig für die in knapp zwei Monaten beginnenden Winterspiele von Turin zu begeistern. "Ich hätte mehr Anteilnahme für ein Ereignis dieser Art erwartet. In Italien gibt es keine Sportkultur", klagte er.

Der Ex-Star wird in den Medien als Favorit für das Entzünden des Olympischen Feuers am 10. Februar in Turin angesehen. Neben ihm sind die Olympiasiegerinnen Deborah Compagnoni (Ski alpin) und Stefania Belmondo (Langlauf) im Gespräch. Das Organisationskomitee (Toroc) wird den letzten Träger der Olympia-Fackel jedoch bis zum letzten Moment geheim halten.

© SID

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