Olympia Turin
Toroc-Chef erwartet Zuschaueransturm

Der Chef des Turiner Organisationskomitees, Valentino Castellani, rechnet mit 1,3 Mill. Zuschauern bei den Winterspielen und den Paralympics. "Unser Ziel ist es, 80 Prozent aller Karten abzusetzen", so Castellani.

Knapp drei Monate vor den Olympischen Winterspielen ist Valentino Castellani, Chef des Turiner Organisationskomitees Toroc, sehr optimistisch was die Zuschauerzahlen angeht. Für die Zeit zwischen dem 10. bis 26. Februar und den anschließenden Paralympics (10. bis 19. März) rechnet der Italiener mit großen Besucherströmen. "Wir erwarten insgesamt 1,3 Mill. Zuschauer, unser Ziel ist es, 80 Prozent aller Karten abzusetzen", sagte Castellani im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (sid). Der Kartenverkauf laufe "sehr gut, auch in Deutschland", so der seit 1999 amtierende Präsident des Organisationskomitees.

Nutzung von Bus und Bahn empfohlen

Toroc habe intensiv daran gearbeitet, um gute Verbindungen zwischen der Piemont-Metropole und den Schauplätzen in den Bergen zu sichern. "69 Sonderzüge werden während der Winterspiele täglich Turin mit Bardonecchia und Sestriere verbinden und bis Modane in Frankreich weiterfahren, so dass auch die Franzosen von der Verbindung profitieren können. Dazu werden Shuttle-Busse zwischen der Ortschaft Oulx und Sestriere organisiert." Castellani betonte, man werde allen Besuchern vom Versuch abraten, mit dem Auto die Sportstätten anzufahren.

Der frühere Universitäts-Professor und Ex-Bürgermeister von Turin sieht knapp drei Monate vor den Spielen die Vorbereitungen voll im Plan: "Die Einrichtung der drei Olympiadörfer ist praktisch abgeschlossen. Die letzten Wochen sind hauptsächlich dem Training der Freiwilligen und für Eröffnungs- und Schlussfeier gewidmet."

85 Nationen sollen vertreten sein

Turin werde Wettkampfanlagen von optimaler Qualität bieten, versprach Castellani: "Die Sportstätten in den Bergen sind bereits im Januar 2004 mit Erfolg getestet worden. Nur bei der Rodelbahn mußten einige Änderungen durchgeführt werden, weil sie sehr anspruchsvoll war und weniger erfahrenen Sportlern Probleme hätte bereiten können."

Laut dem Toroc-Chef erwartet Turin die Rekordzahl von 85 Ländern zu den Winterspielen, gegenüber 77 in Salt Lake City 2002. Zur Frage, ob es Probleme wegen des strengen Anti-Doping-Gesetzes in Italien geben werde, meinte er: "Ich hoffe, dass es zu einer pragmatischen Lösung kommt, aber das liegt nicht in den Händen des Organisationskomitees."

© SID

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