Olympia Turin
Turin drohen leere Tribünen und Betten

Der schleppende Karten-Vorverkauf für die Winterspiele setzt das Turiner Organisationskomitee unter Druck. Trotz vieler freier Hotelbetten und 420 000 nicht verkaufter Ticket bleibt das Toroc aber optimistisch.

Trotz eines drohenden Horror-Szenarios mit leeren Zuschauerrängen will sich das Turiner Organisationskomitee Toroc nicht unter Druck setzen lassen. Rund einen Monat vor den Olympischen Winterspielen (10. bis 26. Februar) sind allerdings 420 000 Eintrittskarten (42 Prozent) noch nicht verkauft. Zudem sind 2 500 der insgesamt 16 000 zur Verfügung stehenden Zimmer nicht vergeben. "Turin drohen Winterspiele ohne Zuschauer", warnte die US-Tageszeitung Wall Street Journal.

Das Organisationskomitee Toroc reagierte verärgert auf entsprechende Medienberichte. "Wir haben Zeit, aufzuholen. Die so genannte Olympische Familie hat bereits 13 500 Hotelzimmer reserviert. Für normale Touristen bleiben 2 500 Zimmer übrig, die wir in den kommenden Wochen zu vergeben hoffen. Wir haben Sonderpakete für Familie und Studenten zu sehr günstigen Preisen angeboten", so ein Sprecher der vom Toroc mit der Hotelreservierung beauftragten Gesellschaft.

Preise sollen im Rahmen bleiben

Sie bietet Hotelzimmer in einer Entfernung von bis zu 60 Kilometern von den Sportstätten an. Ziel ist auch, die Preise der Hotelzimmer unter Kontrolle zu halten und Spekulationen zu verhindern. "Mit einem Durchschnittspreis von 100 Euro kann man in Turin übernachten und einen Wettkampf verfolgen", so der Sprecher weiter.

Schwieriger scheint es, den Ticketverkauf zu beschleunigen. Um alle Karten loszuwerden, müssten bis zum Beginn der Spiele 13 000 Tickets pro Tag verkauft werden. Die Organisatoren, die wegen der hohen Preisen in der Kritik stehen, blicken mit Neid auf die Resultate von Salt Lake City vor vier Jahren, als 95 Prozent der Karten verkauft wurden. "Wir rechnen mit dem Verkauf von insgesamt 800 000 Karten mit Einnahmen von 76 Mill. Euro", so ein Toroc-Sprecher.

Skirennen und Eiskunstlauf beliebt

Für die alpinen Skirennen und die Eiskunstlauf-Wettkämpfe wurden bislang 70 Prozent der Karten verkauft. Nur 21 Prozent der Tickets wurden dagegen bei Bob und Skeleton abgesetzt. Die Preise für die Eintrittskarten bewegen sich zwischen 20 Euro für Damen-Eishockey bis zu 850 Euro für die besten Plätze bei der Eröffnungszeremonie am 10. Februar.

© SID

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