Olympia Turin
Turiner Eisschnelllauf-Halle noch nicht fertig

Die rechtzeitige Fertigstellung der olympischen Eisschnelllaufpiste in Turin ist offenbar unsicher. Der als letzter seriöser Olympia-Test geplante Weltcup vom 9. bis 11. Dezember ist damit in Gefahr.

Die olympische Eisschnelllaufpiste in Turin kann offenbar nicht rechtzeitig fertiggestellt werden. Einer Delegation des niederländischen Olympischen Komitees (Nocnsf) wurde der Zugang zum "Oval Lingotto" vom Organisationskomitee Toroc verweigert.

"Wir wollten alle Sportstätten besichtigen. Durch diesen Zwischenfall haben wir große Zweifel, dass die Halle zeitig fertig wird", erklärte Ed Verheijen, Chef de Mission der niederländischen Olympiamannschaft. Die Weltcuprennen vom 9. bis 11. Dezember sind der einzige seriöse Test der Anlage vor den Winterspielen (10. bis 26. Februar).

"Gesamte Umgebung noch eine Baustelle"

"Die gesamte Umgebung drinnen und draußen ist noch eine Baustelle. Das bedeutet, dass die Luft in der Halle sehr staubig und das Eis sehr schmutzig ist. Es dauert ein Jahr bis der Baustaub aus dem Gebäude verschwunden ist", sagte Verheijen, selbst ehemaliger Weltklasse-Eisschnellläufer und Vater von Ex-Weltmeister Carl Verheijen. "Wir können uns kaum vorstellen, dass der Weltcup wie geplant in Turin stattfinden kann", fügten Delegationsmitglieder hinzu.

Nach vielen Verzögerungen war am 14. September 2004 mit dem Bau der 400-m-Bahn begonnen worden. Die für Ende Januar 2005 geplante Sprint-Weltmeisterschaft musste nach Salt Lake City verlegt werden. "Keine Sorge, bis jetzt ist alles termingerecht fertig geworden", sagte Luciano Barra, stellvertretender Toroc-Vorsitzender.

Bahn soll Ende November freigegeben werden

Ende November soll die Bahn für das Training freigegeben werden. "Die Eismaschinen haben eine hohe Qualität und werden computergesteuert", sagte Barra. Als Eismeister verpflichtete Toroc Mark Messer aus Calgary. Der Kanadier war schon bei den Olympischen Spielen 1994 in Lillehammer und 2002 in Salt Lake City für das Eis verantwortlich. Auch die Kältetechnik der Gunda Niemann-Stirnemann-Halle in Erfurt stellte Messer ein.

© SID

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