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Olympia: Winterspiele in München würden sich lohnen

exklusiv Die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele in München 2018 hätte in jedem Fall einen positiven volkswirtschaftlichen Effekt. Deutschland könnte Wohlfahrtsgewinne zwischen 1,7 und 3,4 Milliarden Euro verbuchen.

Die Winterspiele in München sollen auch ein wirtschaftlicher Erfolg werden. Quelle: dapd
Die Winterspiele in München sollen auch ein wirtschaftlicher Erfolg werden. Quelle: dapd

DüsseldorfNach einer Untersuchung des Mainzer Sportökonoms Holger Preuß, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt, könnte Deutschland durch die olympischen Winterspiele Wohlfahrtsgewinne zwischen 1,7 und 3,4 Milliarden Euro verbuchen. Preuß wird die Studie am Mittwoch in München vor der Evaluierungskommission des Internationalen Olympischen Komitees präsentieren. „Wir verschleudern kein Geld, wenn wir die Spiele nach München holen. Der olympiainduzierte monetäre Gesamteffekt ist in jedem Fall positiv“, sagte der Mainzer Professor dem Handelsblatt (Montagausgabe). Nach seinen Berechnungen würde die Ausrichtung der Winterspiele über einen Zeitraum von 18 Jahren (2010 bis 2028) in einem  mittleren Szenario 162 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich nach Deutschland fließen lassen. 

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Vor allem der Impuls durch Auslandstouristen schlägt laut Studie positiv zu Buche: Vor und während der Spiele flössen über ausländische Besucher 980 Millionen Euro ins Land, in den zehn Jahren danach noch 576 Millionen. Vor allem Oberbayern werde davon profitieren, doch über überregionale Lieferverflechtungen auch die ganze Republik. „Natürlich könnte man von dem Geld auch Krankenhäuser bauen oder Industrieparks. Es bleibt am Ende eine politische Entscheidung, doch unter nüchternen finanziellen Aspekten lohnt das Event München 2018“, so das Fazit des Professors. 

Um die Stimmung in der Bevölkerung zu testen, haben die Mainzer Wissenschaftler in einer repräsentativen Befragung die potenzielle Spendenbereitschaft der Deutschen abgefragt. Danach würden 43 Prozent in die eigene Tasche greifen, um die Spiele nach München zu holen. Gut 755 Millionen Euro kämen so freiwillig zusammen, würde man die Stichprobenwerte hochrechnen. „Der Spaßfaktor, der sich in diesen Werten  zeigt, ist in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung noch gar nicht enthalten“, sagt Preuß.

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