Olympische Disziplinen
Curling – Schrubben auf dem Eis

Für Laien mutet es wohl etwas seltsam an, was die Sportler beim "Curling" auf dem Eis machen. Doch bei dieser Sportart ist großes Feingefühl gefragt. Ziel ist es, den Granitstein auf das "Tee" zu manövrieren. Um seine Laufbahn zu beeinflussen, schrubben die Mitspieler das Eis nur Zentimeter vor dem rutschenden Stein.

HB DÜSSELDORF. Curling, eine Art Eisstockschießen, hat seinen Ursprung wohl in Schottland, wo im 16. Jahrhundert auf gefrorenen Seen mit Steinen aus Flussbetten gespielt wurde. Zumindest wurden dort der älteste Curling-Stein von 1511 gefunden. In schottischen Stringshire gründete sich 1716 auch der erste Curling-Club. Den Durchbruch fand diese Sportart jedoch erst im 20. Jahrhundert mit dem Normen der Steine und dem Spielen auf künstlich gefrorenen Bahnen in der Halle.

Nach dem Zweiten Weltkrieg etablierte sich Curling in Mitteleuropa immer mehr als Leistungssport. Sein olympisches Debüt feierte der immer noch ein wenig belächelte Sport bei den vergangenen Winterspielen 1998 in Nagano. Skip Patrick Huerlimann führte das Team der Schweiz zum ersten Goldmedaillengewinn. Die Eidgenossen ließen im Endkampf überraschend Kanada mit 9:3 keine Chance. Auch in Salt Lake City war den "Ahornblättern" das Glück nicht hold: Diesmal zeigten sich die Norweger um Skip Paal Trulsen als zu stark.

Bei den Damen holte sich nach dem Debüterfolg der Kanadierinnen um Skip Sandra Schmirler 1998, das Team aus Großbritannien um Skip Rhona Martin 2002 die Goldmedaille.

Die deutschen Curler konnten die Erwartungen bislang noch nicht erfüllen, auch wenn sie sich nach jeweils achten Plätzen in Nagano, im "Ogden Ice Sheet" 2002 zumindest auf Rang fünf bei den Damen (SC Riessersee), bzw. sechs bei den Männern (EC Oberstdorf) verbessern konnten. In Turin werden allerdings nur die Männer am Start sein, die deutschen Damen verpassten die Olympia-Qualifikation.

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