Olympische Disziplinen: Eiskunstlaufen – Eleganz auf Kufen

Olympische Disziplinen
Eiskunstlaufen – Eleganz auf Kufen

Zum ersten Mal wird in Turin nach dem neuen Wertungssystem bewertet, dass ein objektiveres Ergebnis der Wettkämpfe bringen soll. Seit dem Beginn des vorolympischen Winters werden für jeden einzelnen Sprung, jede Pirouette und jeden Schritt separat Punkte auf einer Skala von minus drei bis plus drei vergeben.

HB DÜSSELDORF. Ein erster Holzschlittschuh mit Eisenkufen tauchte im Jahr 1300 in den Niederlanden auf. Zuvor wurden die Kufen noch aus Tierknochen hergestellt, mit Hilfe von Riemen wurden diese "Schlittschuhe" an den Füßen befestigt - Pirouetten waren damit noch unvorstellbar. In England kam im Jahre 1722 das erste Eislauflehrbuch auf den Markt, in dem Schrittfolgen und sogar Figuren erläutert wurden. In Holland fand Eiskunstlaufen immer mehr Anhänger.

Bei den Figuren und Sprüngen stand anfangs weniger die Leistung im Vordergrund: Im ausgehenden 18. Jahrhundert hatten die Läufer Spaß daran, mit dem Schlittschuh Namen in die Eisflächen zu ritzen oder erste einfache Figuren zu laufen. Die USA sorgten im Jahre 1864 für reichlich Bewegung im Eiskunstlauf: Erstmals wurde eine Wettkampfkampfordnung mit 25 Regeln erstellt, an denen sich die Ausrichter von Wettkämpfen orientieren mussten. Mitbegründer dieser Vorschriften war Eugene B. Cooks.

St. Petersburg in Russland war Austragungsort der ersten Weltmeisterschaft der Eiskunstläufer. Allerdings wurden im Jahre 1896 nur die Männer aufs Eis geschickt. Der Münchner Gilbert Fuchs wird zum ersten Weltmeister gekürt. Bei den Frauen fand die WM-Premiere 1906 statt. Mit dem deutschen Duo Hübler/Burger wurden zwei Jahre später die ersten Weltmeister im Paarlauf gekürt. Im selben Jahr feierte das Duo auch den Sieg bei den Olympischen Spielen in London.

Allerdings gab es in London nur "inoffizielle" Olympiasieger, da das Internationale Olympische Komitee (IOC) erst 1924 in Chamonix Winterspiele austrug. Eiskunstlauf zählte wie Eishockey 1908 (London) und 1920 (Antwerpen) noch zum Programm der Sommerspiele. Im Jahre 1929 etabliert sich bei den Eiskunstläufern eine neue Disziplin. Aus dem bereits bestehenden Paarlauf geht der Eistanz hervor. 1994 gab die Eiskunstlauf-Union (ISU) allen Profi- und Revueläufern die Möglichkeit, sich für die Winterspiele im norwegischen Lillehammer reamateurisieren zu lassen.

Seite 1:

Eiskunstlaufen – Eleganz auf Kufen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%