Olympische Disziplinen
Eisschnelllauf – Zweikampf auf dem Eisoval

Auch wenn die Niederlande als Ursprungsland des Eisschnelllaufs gilt, so fand das erste schriftlich fixierte Rennen auf dem Eis am 4. Februar 1763 in England statt. Bis heute dominieren die Niederländer diese Sportart - gemeinsam mit den Deutschen.

HB DÜSSELDORF. Im Jahre 1801 wagten sich auch die ersten Frauen aufs Eis. Sie traten in einem Lauf über 30 Meter gegeneinander an. Neben Geldpreisen wurde hier aber vor allem um Schmuck aller Art gekämpft. Im niederländischen Leeuwarden fand 1805 die erste große Veranstaltung mit 130 Frauen und Mädchen statt. Die Amerikaner sorgten 1850 dafür, dass die ersten Stahl-Schlittschuhe in Europa auf den Markt kamen. Die erste WM richtete 1889 Holland aus. Neben dem Gastgeber nahmen damals noch die Vereinigten Staaten, England und Russland an den Titelkämpfen teil.

Die Niederländer kurbelten 1892 die weltweite Organisation der Sportart an. Mit der Gründung des Eissport-Weltverbandes, der International Skating Union (ISU), gab es zugleich eine erste Wettkampfordnung. Anfangs fanden die Rennen nur über 3 000 m statt. Ab 1901 starteten die Athleten auf insgesamt drei Strecken: 500, 1 500, 3 000 m (Frauen) und 5 000 m (Männer). Neben den "Sprintern" gab es viele Anhänger der langen Strecken. So wurde 1909 in den Niederlanden zum ersten Mal die Elfstädtetour veranstaltet. Über eine Distanz von 195 km nahmen bei der Premiere auf den zugefrorenen Grachten immerhin 37 Läufer teil.

Olympische Winterspiele fanden erstmals im Jahre 1924 im französischen Chamonix statt. Mit dabei waren auch die Eisschnellläufer. Erfolgreichster Teilnehmer auf dem Eis war der Finne Clas Thunberg, der zweimal Gold und einmal Silber gewann. 1960 in Squaw Valley griffen auch die Frauen ins Geschehen ein.

1965 wurde die Deutsche Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) aus der Taufe gehoben. Erhard Keller aus München sorgte bei den Olympischen Spielen 1968 im französischen Grenoble mit seinem Sieg im Sprint über 500 m für die erste deutsche Eisschnelllauf-Medaille überhaupt. Bei den Winterspielen 1984 in Sarajewo lieferten die Athletinnen aus der DDR eine Glanzvorstellung ab. Alle vier möglichen Titel sowie vier Silbermedaillen gingen auf ihr Konto. Nach der Wiedervereinigung von West- und Ostdeutschland zu Beginn der 90er Jahre erlebte der deutsche Eisschnelllauf eine regelrechte Leistungsexplosion. Allen voran Gunda Niemann-Stirnemann, die in den Jahren 1992 und 1996 bei Olympischen Spielen vier Gold-, drei Silbermedaillen und eine Bronzemedaille gewinnen konnte.

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