Olympische Disziplinen
Freestyle – Artisten der Lüfte

Freestyle, auch Ski-Akrobatik oder Trickskifahren genannt, wurde schon in den 30er Jahren von norwegischen Skispringern betrieben und fand ab den 50ern auch in den USA großen Anklang. In den 60ern entwarf der Schweizer Skilehrer Art Furrer die Grundidee des Ski-Balletts, womit der Weg für die Wettkampfsportart Freestyle geebnet war.

HB DÜSSELDORF. 1971 kam die Dreiteilung in Buckelpiste, Springen und Ski-Ballett und 1979 die Anerkennung durch den Internationalen Skiverband (FIS). 1980 startete die erste Weltcup-Serie. Weltmeistertitel werden seit 1986 vergeben.

Beim IOC musste Freestyle lange Schlange stehen. Nachdem in Calgary 1988 das Ski-Ballett Demonstrationswettbewerb war, wurde in Albertville 1992 mit dem Buckelpistenfahren (englischer Fachausdruck "Moguls") für Frauen und für Männer das Freestyle-Ski in das olympische Programm aufgenommen. In Lillehammer 1994 durften auch die wahren Trickski-Artisten (Springen) um olympische Medaillen kämpfen und auch in Nagano 1998 und Salt Lake City 2002 standen die Freestyle-Wettbewerbe auf dem Programm.

Freestyle-Ski in Sauze d'Oulx

Sauze d'Oulx, im Val di Susa auf 1509 Metern und rund 80 Kilometer westlich von Turin gelegen, ist das olympische Heim für die Freestyler. Die Wettkampfpisten liegen unweit von der Bahnstation in Jouvenceaux auf 1350 Metern Höhe und enden jeweils im selben Zielstadion, das 7 110 Zuschauern Platz bietet.

Medaillen werden im Buckelpistenfahren ("Moguls") und im Trickski-Springen ("Aerial") vergeben. Beim "Moguls" (der Begriff stammt vom österreichischen Wort Mugel= Hügel ab) führt die Buckelpiste über einen 230 bis 270 m langen, mit engen Buckeln präparierten, steilabfallenden Hang (Neigung etwa 27 Grad) hinunter, den die Athleten sowohl schnell als auch möglichst elegant bewältigen müssen. Die Sieger werden durch eine Gesamtnote ermittelt, ein Viertel davon für die Zeit, ein Viertel aus der Bewertung zweier Sprünge (zwei Punktrichter) und 50 Prozent durch fünf Punktrichter, die den gesamttechnischen Inhalt bewerten.

Bei den "Aerials" (von engl. "Air" = Luft) werden bis zu dreifache Salti und akrobatische Schrauben (vergleichbar mit dem Wasserspringen, dem Trampolinspringen und dem Turnen) gesprungen und von einer Jury nach Punkten benotet. Die Sprünge mit einem Abflugwinkel bis zu 70 Grad erreichen Höhen von vier Metern.

Die Titelverteidiger

Herren

Buckelpiste: Janne Lahtela, FIN
Springen: Ales Valenta, CZE



Damen

Buckelpiste:

Kari Traa, NOR
Springen: Alisa Camplin, AUS

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%