Olympische Disziplinen
Nordische Kombination – Erst springen, dann laufen

Die nordische Kombination hat eine lange olympische Tradition. Schon bei den ersten Spielen 1924 in Chamonix war die Kombination aus Langlauf und Skispringen im Programm. Lange war die Disziplin von den Nordeuropäern beherrscht - bis die Deutschen die nordische Kombination entdeckten.

HB DÜSSELDORF. Der Bericht Fridtjof Nansens von seiner Grönland-Expedition auf Skiern 1888 wurde nicht nur in seiner norwegischen Heimat zum Bestseller. Viele Leser entdeckten das Skifahren im Zeitalter der Industrialisierung. Der Sport bot einen willkommenen Ausgleich zur eintönigen Arbeit in den Fabrikhallen. In Skandinavien ließen sich sogar die Stadtbewohner das Skifahren von der Landbevölkerung, die den Ski als Fortbewegungsmittel nutzte, zeigen.

In kürzester Zeit entwickelte sich aus dem Skiwandern erste Wettkampfformen. Neben dem Langlauf entstand der Skisprung und der Abfahrtslauf. Das 1892 erstmals durchgeführte Holmenkollen-Rennen im norwegischen Oslo gehört bis heute zu den Klassikern im Skisport.

Zunächst gab es zwischen Langlauf und Springen keine Trennung. Die Sportler absolvierten direkt im Anschluss an die Laufstrecke einen Sprung. 1893 wurden die Disziplinen einzeln gewertet. Die Nordische Kombination war geboren. Die ersten 45 Jahre dominierten die Skandinavier die Nordische Kombination. Erst 1939 gelang es Gustl Berauer aus dem Riesengebirge, in die Phalanx der Nordeuropäer einzubrechen. Bei den Weltmeisterschaften im polnischen Zakopane gewann der Deutsche den Titel.

Schon seit den ersten Winterspielen 1924 in Chamonix ist die Kombination im olympischen Programm. Bis zu den Spielen in Oslo 1952 wurde zuerst gelaufen, dann gesprungen; heute ist es umgekehrt. Der Mannschaftswettbewerb wurde in Calgary 1988 eingeführt. 1998 in Nagano wurde die 3x10 km-Staffel zur 4x5 km-Staffel abgeändert.

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