Olympische Premiere im Massenstart: Gold, Silber und Bronze für die Biathleten

Olympische Premiere im Massenstart
Gold, Silber und Bronze für die Biathleten

Die deutschen Biathleten waren auch im letzten olympischen Wettbewerb kaum zu schlagen: Nachdem Michael Greis mit seinem Sieg im Massenstart nach dem Einzel und der Staffel bereits seine dritte Goldmedaille in Turin holte, legten die Frauen nach.

HB TURIN. Erst schrieb Michael Greis mit seinem Triumph bei der olympischen Massenstart-Premiere Sport-Geschichte, dann machten Kati Wilhelm mit Silber und Uschi Disl mit Bronze die Rekord-Ausbeute für die deutschen Biathleten perfekt. Besser hätte der olympische Abschluss für die deutschen Biathleten kaum laufen können.

Nach seinem Sieg über 15 Kilometer kehrt Greis als erster Deutscher mit drei Goldmedaillen von Olympischen Winterspielen heim und krönte sich zugleich zum Biathlon-König von Turin. Insgesamt erbeuteten die DSV-Skijäger in zehn Wettbewerben elf Mal Edelmetall (5 Gold, 4 Bronze, 2 Silber). "Sportlich ist das sicher der schönste Tag in meinem Leben. Früher habe ich immer im Fernsehen verfolgt, wer die Erfolgreichsten waren. Es war für mich Utopie, daran zu denken, dass ich es einmal sein könnte. König von Turin zu werden, davon haben viele geträumt. Ich bin fassungslos, aber es ist schön", sagte Greis nach seinem historischen Coup im Biathlon-Stadion von San Sicario vor dem Polen Tomasz Sikora (+ 6,3 Sekunden zurück) und Ole Einar Björndalen (+ 12,3) aus Norwegen.

Im Damen-Rennen über 12,5 Kilometer musste sich Wilhelm nur der vom Ruhpoldinger Wolfgang Pichler trainierten Schwedin Anna Carin Olofsson geschlagen geben. "Ich bin total glücklich, denn ich habe mehr erreicht, als ich je erträumt hatte. Das ist einfach nur fantastisch", sagte die Olympiasiegerin in der Verfolgung. Hinter der Oberhoferin holte sich die 35 Jahre alte Disl in ihrem letzten Rennen bei Winterspielen ihr neuntes Edelmetall und ist damit die fleißigste Medaillen-Sammlerin aller deutsche Winter-Olympioniken.

"Bronze ist für mich wie Gold. Bei mir ist hier viel daneben gegangen. Ich wollte eine Medaille gewinnen. Die Farbe ist mir schnurzpiepegal", bekannte die in der Staffel zur Zuschauerin degradierte Bayerin. Im Team sorgte der Erfolg von Disl für großen Jubel. Selbst die viertplatzierte Martina Glagow (Mittenwald), die nach dem letzten Schießen als Dritte auf die Schlussrunde gegangen war, freute sich mit. "Als Uschi an mir vorbei gelaufen ist, habe ich gerufen: Hol' dir die Medaille", berichtete die mit drei Mal Silber dekorierte Glagow. Andrea Henkel (Großbreitenbach) wurde 13.

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