Olympische Spiele 2012
London ist (fast) bereit

Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen 2012 hält Ausrichter London bisher Zeitplan und Budget ein - womöglich wird beides sogar unterschritten. Nur eines scheint nicht zu gelingen: die Aufwertung der Problemviertel.
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LondonSo ganz zuordnen konnten die meisten Zuschauer das Lied am Anfang nicht, das da aus den Lautsprechern schallte. Klar war nur: Es war nicht die Nationalhymne Chinas, die jeder erwartet hatte und die die Basketballmannschaft der Volksrepublik auf das Spiel gegen Australien einstimmen sollte. Stattdessen lief das Lied Chiles, das die schneeweißen Anden lobt.

Eine kleine, aber peinliche Panne – damit begann vor gut einer Woche der erste Testwettkampf in der olympischen Basketballarena im Londoner Osten. Für die Chinesen endete das Spiel auch noch mit einer Niederlage. Der Trainer, Bob Donewald, zog dennoch eine positive Bilanz: „Dies ist ein Veranstaltungsort erster Klasse“, lobte er.

In weniger als einem Jahr geht es los mit den Olympischen Sommerspielen, auf die sich London seit sechs Jahren vorbereitet. Die britische Hauptstadt ist auf dem besten Weg, den Zeitplan und das Budget nicht nur einzuhalten, sondern auch noch zu unterschreiten. Das hat es in der olympischen Geschichte nur selten gegeben.

Nur eine Rechnung scheint nicht aufzugehen: Von den Ausgaben für das Großereignis sollte auch der heruntergekommene Londoner Osten kräftig profitieren. Die Regierung verspricht Spiele der Nachhaltigkeit: Von jedem investierten Pfund sollen drei Viertel in die langfristige Stadtentwicklung fließen.

Doch selbst das dürfte nicht reichen, um die Situation in den Problemvierteln dauerhaft zu verbessern, warnt Robin Wales. Er ist Bürgermeister von Newham, einem der östlichen Londoner Stadtteile. Es müsse mehr getan werden, damit die Gegend nach der Schlussfeier nicht erneut in der Bedeutungslosigkeit versinke, fordert er.

9,3 Milliarden Pfund (10,6 Milliarden Euro) umfasst das Budget für Olympia. Im Vergleich zu Peking 2008 sind die Londoner Spiele immer noch günstig: Damals hat das Mega-Ereignis in der chinesischen Hauptstadt mehr als das Doppelte gekostet. Und anders als in Athen 2004 sind fast alle Wettkampfstätten in London schon ein Jahr vor Olympia fertig und können getestet werden.

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London ist (fast) bereit

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